Schulkritik führt zur Debatte
Ein 17-jähriger Teenager aus Köln hat sich auf Twitter kritisch gegenüber seiner schulischen Ausbildung geäußert, die nicht das vermittelt, was man im Leben als Erwachsener so braucht. Nun hat diese Jugendliche etwas öffentlich gemacht, was eigentlich völlig normal ist und die Probleme eines jeden Jugendlichen kennzeichnet. Es ist die Unsicherheit aus der Schule entlassen zu werden, ohne wirklich über die Abläufe des kommenden Lebens etwas Konkretes zu wissen.
Diese junge Frau befindet sich in der Orientierungsphase wie jeder junge Mensch, der noch nicht wirklich etwas mit sich anzufangen weiß. Aber sie verkennt, dass die Schule ihr das Wissen für´s Leben vermittelt, allerdings nur das Grundwissen, welches eine wichtige Voraussetzung ist, um überhaupt Dinge richtig einschätzen und bewerten zu können.
Sie beklagt sich, dass sie zwar Gedichte analysieren kann, jedoch nichts von Steuern, Miete oder Versicherungen weiß. Zur Beruhigung, auch das ist völlig normal. Auch heute noch gilt der Spruch „Nicht für die Schule lernen wir, sondern für das Leben“. Das hat sich über die Jahrzehnte nicht geändert. Natürlich steht im Lehrstoff nichts über Versicherungen oder auch Miete. Kann ja auch nicht, weil das nicht so in der schulischen Ausbildung vorgesehen ist. Diese Informationen kommen erst später und können in der Schule gar nicht berücksichtigt werden. Also, was soll nun die Schule den Schülern beibringen? Ganz klar und zielgerichtet Grundwissen, weil das die Voraussetzung ist, um zu verstehen, wie es mit den Steuern, der Miete und den Versicherungen aussieht.
Klar ist auch, aller Anfang ist schwer und diese Phase macht jeder Jugendliche durch. Wichtig und richtig finde ich ist es, dass die jungen Leute sich die Fragen stellen, was den Reifeprozess ganz klar kennzeichnet. Die Eltern sind immer noch die erste Anlaufstelle, um Fragen beantwortet zu bekommen. Denn Eltern haben nun schon einige Lebenserfahrungen und können sicher auch dadurch Hilfestellung geben. Schön, dass es die Eltern gibt, um fragen zu können.
Die Möglichkeiten sich heutzutage über Dinge informieren zu können sind in unserem Informationszeitalter viel einfacher als beispielsweise vor 50 Jahren. Man kann sich beim Arbeitsamt im Berufsinformationszentrum (BIZ) genauestens über bestimmte Berufswege und Berufe informieren. Dort gibt es schriftliche Informationen, auch kann man sich Videos anschauen und genaue Wege der Ausbildung erfahren als unterstützende Hilfe zur Berufsfindung. Genauer geht es dann mit einem gezielten Praktikum im gewählten Berufsalltag. Letztendlich gibt es auch noch bei der Volkshochschule angebotene Kurse, die den Wissensdurst ebenfalls stillen können. Falls sonst noch Informationsbedarf besteht, es gibt ja auch noch das Internet mit seinen vielfältigen Möglichkeiten. Es gibt also breitgefächerte Wissensquellen, um sich über alles und jedes als junger Mensch zu informieren. Man muss es halt nur tun und so seine eigenen wirklich persönlichen Erfahrungen zu sammeln. Und das ist auch nichts Neues, das war auch schon immer so.
Es genügt eben nicht darauf zu warten, dass irgendetwas passiert, sondern im Leben ist besondere Eigeninitiative angesagt. Nur so kann jeder etwas aus seinem Leben machen und in seinem dann gewählten Beruf auch Freude haben sowie ausreichend Geld für den Lebensunterhalt verdienen. So klappt es dann auch im Laufe des Lebens mit den Erfahrungen und auch jeder Mensch macht Fehler und macht beim nächsten Mal nicht mehr diesen Fehler, aber eben andere. Der Mensch ist wirklich extrem lernfähig, wenn er will. Nach der Schule weiterführende Schulen zu besuchen oder zu studieren sollte das Ziel eines jeden sein und in Deutschland hat jeder die Möglichkeiten, etwas aus seinem Leben zu machen. Dafür sollten wir unserem Staat dankbar sein. Jedoch der Grundsockel für jede Art Lebenserfahrung und erlernte Fähigkeit ist und bleibt das, was wir in der Schule gelernt haben. Nach vielen Lebensjahren weiß man es wirklich, „Nicht für die Schule lernen wir, sondern für das Leben“ und das es stimmt.
Somit hat die junge Frau mit 17 Jahren nur das geschrieben, was viele junge Menschen denken und fühlen. Ganz klar ist dies positiv zu bewerten und zeugt von Wissensdrang. Jeder sollte wissensdurstig sein und dann klappt´s auch wahrscheinlich weiter gut mit dem Leben, mit unserer Republik und auch mit unserer Wirtschaft. Die angebotenen Möglichkeiten nutzen ist die Devise!
Wird die islamistische Gewalt zum Alltag?
Nach den islamistischen Attacken in Paris sind die Sicherheitsbehörden in der gesamten EU sensibilisiert. So hat es Einsätze der belgischen Polizei in Brüssel und Verviers gegeben, die schon von langer Hand vorbereitet waren und so gezielt Terroranschläge vereitelt haben. Die Polizei ist in der Öffentlichkeit deutlich bei ihrer Arbeit sichtbar, um weitere Anschläge nach Möglichkeit zu verhindern. Es werden speziell ausgesuchte Einrichtungen und Gebäude streng überwacht.
Auch in Deutschland sind die Sicherheitsbehörden wachsam und zwar deswegen, weil konkrete Ziele durch Beobachtung der radikalen Szene für Berlin und Dresden ausgemacht wurden. Die Folge daraus ist, dass die Demonstration von PEGIDA für diesen Montag in Dresden nicht stattfindet, weil die Polizei diese aus Sicherheitsgründen abgesagt hat. Viele Soldaten patrouillieren in einigen Städten.
Nun gibt es in Deutschland bereits fast 200 Fälle in denen gegen Rückkehrer aus Syrien Ermittlungen laufen. Diese Zahl derer könnte sich wohl noch weiter erhöhen. So ist zumindest unterschwellig die Gefahr ausgehend von radikalen Islamisten allgegenwärtig in Deutschland. Unser Innenminister Thomas de Maizière informiert die Menschen und hält Anschläge auch in Deutschland für möglich.
Es ist schon pervers wenn wirklicher Glauben des Islam von selbsternannten Islam-Wächtern pervertiert in exzessiven Ideologien in Gewalttaten zur Auslebung kommen. Klar ist dabei der Ursprung der Koran. Aber vielleicht wird er in Passagen nur verzerrt interpretiert? Das ist bei der Thora für die Juden und der Bibel für die Christen ganz ähnlich. Nun muss man sicherlich bedenken, dass diese Schriften Dinge beschreiben oder interpretieren, die von Menschen so gesehen oder indoktriniert in unterschiedlicher schriftlicher Form für die Nachkommen so aufbereitet schon Jahrhunderte bestehen. Die Sprachformen und das Verständnis haben sich, so ist anzunehmen, in der damaligen Gesellschaft sicherlich anders auf das Verständnis von Sitte und Moral ausgewirkt. Heute bestehen diese Schriften weiter mit ihren für das heutige Verständnis im 21. Jahrhundertteil vielleicht teilweise etwas kryptischen Lebensweisheiten und Hinweisen für die Menschen, die sie lesen. Ein grundsätzliches Problem ist die Übertragung in die heutige moderne Zeit. Bei der Interpretation trifft das überlieferte Alte mit dem Modernen unserer heutigen Zeit aufeinander. Gibt es gedanklich nachvollziehbare Möglichkeiten diese heiligen Schriften ohne Verluste der überlieferten Inhalte in die heutige Zeit zu übertragen, ohne den Konsens zu den geschrieben Texten für die Gläubigen zu verlieren?
Man kann somit davon ausgehen, dass fehlgedeutete Interpretationen von heiligen Schriften der Auslöser für Gewalttaten sein könnten. Obwohl sicherlich in allen Schriften ein Passus bestehen wird, nämlich „du sollst nicht töten“. Dieses Schriftelement kann nicht zu Missverständnissen führen und ist klar und eindeutig. Wie ist diese Gewalt dann zu verstehen, die zur Ausübung durch Extremisten kommt? War die Gewaltbereitschaft schon vorher ohne den Glauben vorhanden? Brauchte die Gewalt für den Ausbruch nur einen Anlass? Kommen die Extremisten überhaupt noch dazu ihren angeblich gelebten Glauben in jeder Konsequenz im Alltag wahrzunehmen? Viele Fragen zu denen der „normal“ Gläubige keine Antwort weiß!
Für den Bürger in Deutschland ist eine normale Skepsis und Wachsamkeit sicherlich im Alltag nicht unangebracht. Wir in Deutschland werden uns von fehlgeleiteten und skrupellosen Gewalttätern nicht in unserer Freiheit in unserem Alltag beeinträchtigen lassen. Wir haben in Deutschland Werte unserer Demokratie, die wir bereit sind zu verteidigen. Deswegen beschränken wir uns darauf unser normales Lebensrisiko im Griff zu haben.
Auch ein praktizierter Glauben muss wandelbar in unsere heutige Zeit aus alten Schriften übertragbar sein. Der Glauben muss mit den Menschen leben und sich der jeweiligen Zeit anpassen. Ein gewandelter, der Zeit angepasster Glauben, muss nicht schlechter sein als der vor Jahrhunderten, denn die Menschheit hat sich in dieser Zeit verändert und verändert sich ständig weiter. Die abgeleiteten Wertigkeiten aus Glauben, Sitte und Moral haben sich mit den Menschen in der Zeit verändert, allerdings nicht immer zum Besten. Jedoch mit den sich wandelnden Wertevorstellungen des Lebens haben sich in unserer Zivilisation die möglichen zwischenmenschlichen Beziehungen nicht eingeschränkt. So hat der Mensch auch heute noch die Möglichkeit auf den Anderen zuzugehen und mit ihm zu reden. Miteinander reden ist sehr wichtig.
Für die Geistlichen jedes Glaubens ist die Vermittlung der alten Schriften an ihre Gläubigen eine große Herausforderung und kann nur dazu auffordern, den vielen Kulturen auf der Welt ein gewaltfreies Zusammenleben zu ermöglichen. Beim Missbrauch verstößt der Geistliche gegen die zur friedlichen Koexistenz aufrufenden Thesen in den heiligen Schriften. Bei aller Festigkeit im eigenen Glauben muss Toleranz und Akzeptanz gegenüber Andersgläubigen den Menschen eigen sein. Gewalt im Namen eines Glaubens kann es und darf es nicht geben!
19.01.2015 – WM