Die Willkommens- und Ankommenskultur in Deutschland – MK 41-15

Natürlich, es geht um Flüchtlinge, die auch nach Deutschland kommen. Diese Menschen haben in höchster Not ihr Heimatland verlassen müssen. Die Wege, die sie wählen, um in ein sicheres Land zu kommen, sind abenteuerlich. So sind es überwiegend junge Flüchtlinge, die das anstrengende Martyrium auf sich nehmen. Keine Grenze und kein Zaun kann sie aufhalten.

Die deutsche Kanzlerin Merkel hat in einem Interview gesagt, dass die Menschen unbegrenzt zu uns kommen können. Das ist menschlich gesehen wirklich sehr gut zu verstehen, aber in der praktischen Umsetzung etwas problematisch, wenn nicht sogar unter Umständen sehr problematisch. Dem Flüchtlingsstrom hat das sicherlich noch einen Schub versetzt und die Menschen angetrieben, in ihr Wunschland Deutschland zu kommen.

Der Antrieb der Flüchtlinge war ihr Lebenswillen, aber auch teilweise mit einem Ausschluss aller menschlichen Regeln. Hauptsache ihr Ziel rückte näher und etwas später waren sie dann an dem Ort, dort wo sie sein wollten.

Die Verteilung der Flüchtlinge in der EU ist nicht so umgesetzt wie es sein soll, trotz Beschluss der teilnehmenden Staaten. So hat Deutschland im Moment damit zu kämpfen, wie denn die ankommenden Flüchtlinge erfasst, ernährt und mit einem Schlafplatz versorgt werden können.

Nun geht es darum Flüchtlinge mit dem wirklich Lebensnotwendigen zu versorgen, aber es funktioniert erst einmal nicht so wie gewünscht. Dieses hat mehrere Gründe. Zum einen ist die Anzahl der Menschen so gestiegen, dass alles nicht mehr „normal“ abgewickelt werden kann, weil die Kapazitäten fehlen. Zum anderen gibt es aber etliche Flüchtlinge die wirklich meinen, es müsste alles bestens sein und eben nicht nur eine Erstversorgung. So äußern viele Menschen Wünsche zu ihrem Aufenthaltsort, lassen sich nicht registrieren oder bewegen sich quer durch Deutschland über die Grüne Grenze. Das stiftet natürlich viel Verwirrung und das nicht nur bei den Staatsorganen.

Die Bürger in Deutschland äußern sich überwiegend positiv zur Aufnahme der Flüchtlinge, jedoch auch verbunden mit den Ängsten über die derzeitige hohe Anzahl. Andere befinden sich auf kriminellen Abwegen, weil sie wegen mangelnder Akzeptanz Gewalttaten gegen Flüchtlinge ausüben oder zumindest gegen die Gebäude, wo Flüchtlinge wohnen sollen. Die sich positiv äußernden Bürger haben natürlich auch das Grundgesetz mit dem Artikel 16a als Menschenrecht im Kopf, womit politisch Verfolgte in Deutschland einen Anspruch auf Asyl haben, was ja grundsätzlich erst einmal richtig ist. Die Gegner verstoßen gegen das Grundgesetz in mehrfacher Hinsicht. Sie versammeln sich und üben dort schon teilweise Gewalt aus, sie schränken die Rechte anderer ein (GG Art. 2) und verstoßen mit ihrem Kampf gegen GG Art. 18. Die so handeln richten sich nicht nur gegen Flüchtlinge, sondern auch gegen unseren Staat und dessen Rechtsordnung.

Aber auch etliche Flüchtlinge legen ein Verhalten an den Tag, was nicht zu akzeptieren ist. Sie verweigern die Registrierung, wollen Wunschziele verwirklichen, beschweren sich über die Unterkunft, beschweren sich über das Essen, wollen aber, dass der Staat Deutschland ihnen in allen Belangen hilft. Das ist natürlich auch nicht gut zu heißen, denn eine Flucht oder die Aufnahme in einem Land nach einer Flucht aus der Heimat ist natürlich kein Ausflug oder Urlaubsvergnügen. So ist sicherlich von den Flüchtlingen auch etwas mehr Mäßigung und Geduld zu fordern.

Wie soll es nun weitergehen? Die Einreise von Flüchtlingen darf natürlich nicht unkontrolliert nach Deutschland erfolgen. Mit der Registrierung, Aufnahme und dem Asylantrag für Flüchtlinge darf kein monatelanger Prozess ablaufen. Wirtschaftsflüchtlinge müssen schnell wieder in ihre sicheren Heimatländer zurückkehren. In der EU muss die Verteilung und Aufnahme der geflohenen Menschen funktionieren und zwar so wie beschlossen. Trotz Aufrechterhaltung des Asylrechts ist es unausweichlich, dass die Anzahl der zu uns kommenden Menschen eingeschränkt werden muss und das zwangsläufig. Sicherlich, andere Länder wie im Nahem Osten haben schon mehr Menschen aufgenommen als die Bundesrepublik Deutschland. Aber die Aufnahmeprozesse und die Aufnahme selber laufen dort etwas anders ab, aber letztlich sind die Flüchtlinge dort untergebracht.

Man darf beileibe nicht davon ausgehen, dass ein Asylrecht selbstverständlich ist, obwohl es hier in Deutschland als Menschenrecht besteht. So werden die Bürger in den Aufnahmeländern vielleicht teilweise überfordert. Mit der Aufnahme sind auch enorme Kosten verbunden, die die Volkswirtschaften tragen müssen. Die spätere Integration der Flüchtlinge ist eine Schlüsselfunktion, die auch Parallelgesellschaften verhindern muss. Es erfordert von den zu integrierenden Menschen ein hohes Maß an Anpassungsfähigkeit und auch den Willen zur Integration. So sind die kulturellen Unterschiede nicht zu vernachlässigen und bedürfen einer sensiblen Betrachtung. Ein fundamentaler Grundstein für eine echte Integration ist eine Anerkennung der geltenden Gesetze, der Grundrechte und der christlichen Werte des Gastlandes durch die Menschen. Dieses ist auch unbedingt schon bei der Ankunft der Flüchtlinge zu fordern und auch unter Umständen rechtsstaatlich durchzusetzen. Die Bürger in Deutschland müssen sich zwar mit den Flüchtlingen auseinander setzen, auch mit ihnen leben, sich jedoch nicht diesen Menschen anpassen, denn diese Anpassung ist schon eine Grundbedingung für die Integration, welche von den aufgenommen Menschen abverlangt werden muss. Unbeachtet dieser Geschehnisse und nicht zwangsläufig gewollt verändern die zurzeit ablaufenden Vorgänge auch unser Deutschland, darüber muss man sich auch im Klaren sein.

So müssen für ein erfolgreiches Zusammenleben vorab Ängste abgebaut, die Möglichkeiten für eine erfolgreiche Integration geschaffen und alle Menschen in Deutschland von der Notwendigkeit der Aufnahme von Flüchtlingen in unsere Gesellschaft überzeugt werden, denn erst dann kann alles reibungslos funktionieren. Nur, im Moment ist ist man davon noch viele Schritte entfernt, soviel kann man wohl sagen. Schafft Deutschland es wirklich, wie die Kanzlerin es gesagt hat oder setzen sich eher die Zweifler durch? Letztlich kann es nur mit gemeinsamen Anstrengungen von Europa und dessen Menschen klappen, das ist sicher. Jedoch durch eine Überforderung mit einem Übermaß an Integration würde den Staatsbürgern zu viel abverlangt, die den bestehenden Gesellschaftsstrukturen vermutlich Schaden zufügen oder diese zerstören könnten. Denn so wären Unruhen, unterschwellige oder gar offene Gewalt die Folgen einer zwar gewollten, aber misslungenen Integration von Menschen aus einem anderen Kulturkreis im christlichen Abendland möglich.

12.10.2015 – WM

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Es muss sein. *Time limit exceeded. Please complete the captcha once again.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.