Putins Ansprache zur Nation zum Jahresende
Die Ukraine hat im letzten Jahr unter den jetzt noch dort stattfindenden Ereignissen gelitten, nicht zuletzt deswegen, weil Russland daran einen nicht unerheblichen Anteil hat. Vergessen wird auch nicht die von Russland vollzogene Annexion der Krim, die zwar ursächlich zur UdSSR gehörte, jedoch von Chruschtschow im Jahr 1959 als quasi Geschenk an die Ukraine ging und bis zum Jahr 2014 auch dort am Schwarzen Meer ein Teil des Landes war.
Nun hat Putin in seiner Ansprache an die Nation zum Jahreswechsel die Annexion als glorreich dargestellt. Dieses Ereignis wäre ein Meilenstein in der vaterländischen Geschichte Russlands, so Putin. Die Bewohner hätten ihrer vaterländischen Liebe folgend den Anschluss zu Russland ermöglicht. Eine recht schmeichelhafte Beschreibung einer Einverleibung dieses fremden Staatsgebietes und die Darstellung des Verstoßes gegen geltendes Völkerrecht.
So spricht der Staatsmann, der als Präsident Russlands einen Kurs mit seiner Politik eingeschlagen hat, der so gar nichts mit dem Staat zu tun hat, der sich zurzeit selbst auf der Welt als Opfer sieht. Dieser aggressive Kurs eines ausgelebten Neonationalismus ist von Konfrontation getränkt und schadet nicht nur Putin, sondern seinem Land mit den darin lebenden Menschen auf eine extreme Art und Weise. Deswegen ist Putin auch nicht so unschuldig wie man aus der Propaganda des russischen Fernsehens jeden Tag erfährt.
Putin müsste erkennen, dass die Ukraine ihren eigenen und unabhängigen Weg in Richtung Europa gehen will. Mit den von Russland vollzogenen Maßnahmen und Aktionen hält selbst Präsident Putin nicht das Rad der Geschichte auf.
Zurzeit hält es sich mit der vaterländischen Liebe in Russland in Grenzen, denn der russische Bär leidet. Er leidet erheblich durch die verfehlte Politik Putins, die absolute Ausrichtung auf seine Rohstoffe, der minimal aktiven Industrie, dem rapiden Verfall der Rubelwährung und den Sanktionen, die viele Länder der Welt festgelegt haben.
Die Nation klammert sich verzweifelt an alte Traditionen von Väterchen Russland, die in der heutigen dynamischen Zeit auf Außenstehende sehr befremdlich wirken. Eine Nation setzt auf Konfrontation statt auf Kooperation mit seinen Nachbarn und der restlichen Welt, mit wenigen Ausnahmen. Diese Politik verkörpert nur Machtstreben und findet keine Antworten auf die Fragen der heutigen Zeit mit neuen Herausforderungen. So wirkt die russische Politik nur auf den ersten Blick sehr stark, danach doch recht hilflos, weil die Art und Weise wie diese destruktive Politik entsteht Russland nur isoliert. Die Menschen im eigenen Land scheinen Putin ziemlich egal zu sein, weil in der Hauptsache nur der vaterländische Nationalstolz gepflegt wird. Obwohl angeblich noch 85% der Menschen hinter Putin stehen sollen. Aber, wer hat es denn objektiv prüfen können?
Es geht weiter wirtschaftlich bergab mit Russland und Putin schaut zu, wie die Nation einem strandenden Schiff ähnelnd auf Grund läuft. Noch jubeln die Menschen in Russland ihrem starken Präsidenten zu, aber einzig nur eine starke Nation zu sein hilft nicht dem Land und schon gar nicht den Menschen. Wie stark wird der wirtschaftliche Druck für Russland zukünftig sein? Wie lange kann sich bei zunehmendem Druck der desolaten Wirtschaft in Russland ihr Präsident noch als Präsident im Kreml halten?
Flugverkehr ohne Barrieren
Die deutsche Luftverkehrswirtschaft, vertreten durch ihren Präsidenten Siegloch, beklagt sich über die Bedingungen der Luftfahrtbranche in Deutschland. Herr Siegloch ist der Meinung, dass es eine zu geringe Förderung gibt und eine unfaire Behandlung durch die Politik stattfindet. Jedoch ist es so Anfang 2012 geschehen, dass es eine Senkung der Luftverkehrsabgabe bei den drei Entfernungsgruppen gegeben hat. Zu der Zeit war es nicht möglich, eine Besteuerung von Flugbenzin politisch durchzusetzen, deswegen hat sich die Politik für diesen Weg entschieden und die Luftverkehrsabgabe angepasst.
Beim Luftfrachtverkehr ist die Luftverkehrsabgabe sowieso ausgesetzt und somit auch nicht belastet, was sich für die Verbraucher der so beförderten Produkte günstiger darstellt. Die privaten Flugzeuge sind nicht so gut dran, denn die Besitzer müssen eine Flugbenzinsteuer bezahlen.
Die Luftverkehrsbranche in Deutschland möchte es also etwas günstiger haben und empfindet die Abgaben in dem harten Konkurrenzkampf als Bremsschuh. Insgesamt sind jedoch die Gewinne der weltweiten Luftfahrtbranche um ein Viertel gewachsen, nur bei den Deutschen klappt es bei der Konkurrenz aus dem nahen Osten und den Billigfliegern nicht so gut mit den Gewinnen. Auch die Betriebszeiten der Flughäfen sollte man unter die Lupe nehmen, so Hanns-Peter Siegloch.
Man muss sich einmal vor Augen halten, in welchem Maß unsere Umwelt durch den zugenommenen Luftverkehr belastet wird. Unter diesem Gesichtspunkt muss nicht die Freizügigkeit sondern die Notwendigkeit beim Flugverkehr im Vordergrund stehen. Der Personenflugverkehr ist Luxus und nichts anderes. Es dürfte keine Ausweitung des Flugverkehrs mehr möglich sein, sondern es ist aus Umweltschutzgründen eher eine Beschränkung notwendig.
Wissenschaftlich wurde es bereits bestätigt, dass seid dem Beginn des starken Personen-Luftverkehrs die Sonneneinstrahlung zur Erde durch die Abgase der Flugzeuge bereits um 20% gemindert ist. Bei der Verbrennung von Flugbenzin (ROZ100) entsteht bei den Abgasen ein Cocktail von Schadstoffen, der die Menschen schon ziemlich stark belastet, besonders in der Nähe von Flughäfen. Nur um ein paar Schadstoffe zu nennen führe ich an, Ruß, Schwefel, Blei, MTBE, ETBE, 1,2-Dibromethan, 1,2-Dichlorethan und nicht zu vergessen noch Titanoxid. Zur Entlastung vom Betrieb dieser Abgasverteiler (Flugzeuge) in großen Höhen wird oft bemerkt, dass sich die Schadstoffe doch verteilen. Also ist alles nicht so schlimm? Jedoch die Abgase werden nicht besonders behandelt, sondern werden zu einem Bestandteil unserer Atemluft, die wir nun mal benötigen. Die Frage ist also nicht, ob die Bundesregierung die Luftfahrtbranche in den Kosten entlastet, sondern können wir uns diese Entlastung, die automatisch zu mehr Flugzeugen in der Luft führt, in Namen unserer belasteten Umwelt überhaupt leisten?
In der Beschränkung der Luftfahrtbranche muss durch eine verhältnismäßige steuerliche Belastung zumindest dadurch der Anreiz entstehen in neue Technologien beim Luftfahrtverkehr zu investieren, damit weniger Treibstoff verbrannt wird und so auch weniger Schadstoffe entstehen. Es kann auch nicht im Interesse der Politik sein, dass weiterhin die Billigflieger auf dem Markt bestehen, weil die finanziellen Rücklagen dieser Gesellschaften nicht ausreichen, um in Richtung Umwelt einen Gedanken zu verwenden. Der Luftverkehr, wenn er denn seine Notwendigkeit kundtut, sollte bei den Flügen in einem Preisniveau liegen, wo es sich die Menschen überlegen, ob sie fliegen sollen. Somit kann es deswegen auch nicht um eine Ausweitung des Luftverkehrs gehen, sondern um eine sinnvolle Beschränkung, verbunden mit hohen Auflagen der Schadstoffvermeidung beim Betrieb von Düsentriebwerken. Wenn schon geflogen werden muss, dann nur unter der Prämisse einer sinnvollen Beschränkung im Sinne unserer einmaligen Umwelt, die es zu schützen gilt. Denn die Fachleute bringen sicherlich einige Krankheiten mit hoher Schadstoffbelastung in Verbindung, was zu vermehrter Kostenbelastung im Gesundheitssektor führt und die Menschen zumindest in ihrer Lebensqualität beeinträchtigt oder noch schlimmer zum Tod führen kann.
Beim „intelligenten Luftverkehr“ sollte man die Grenzen kennen und nicht erst zu einer Einschränkung in der Anzahl von eingesetzten Flugzeuge bereit sein, wenn der Treibstoff einmal ausgeht. Die Verantwortlichen sind eben nicht nur die Politiker, die alles reglementieren sollen, sondern auch jeder, der zu einer Belastung durch produzierte Schadstoffe beiträgt. Alle müssen bestrebt sein, die Belastungen für unsere Umwelt zu minimieren und nicht um jeden Preis zur optimalen Gewinnmaximierung jegliche Verantwortung für unsere Erde von sich weisen.
Jeder sollte sich einen Moment Zeit nehmen, um sich den aktuellen Luftverkehr auf der Welt anzusehen. Diese Webseite macht es möglich: Luftverkehr über Europa (Internetexplorer blockt-Mozilla geht)
04.10.2015 – WM