{"id":747,"date":"2017-09-12T17:53:32","date_gmt":"2017-09-12T15:53:32","guid":{"rendered":"http:\/\/www.blog.kaleidoskop-aha.de\/?p=747"},"modified":"2017-09-12T17:53:32","modified_gmt":"2017-09-12T15:53:32","slug":"macht-ist-kein-menschenrecht-mk-36-17","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.kaleidoskop-aha.de\/?p=747","title":{"rendered":"Macht ist kein Menschenrecht &#8211; MK 36-17"},"content":{"rendered":"<p>Schon in der UN-Menschenrechtscharta wurden am 10. Dezember des Jahres 1948 die grundlegenden Lebensrechte eines Menschen auf dieser Welt festgelegt, ohne R\u00fccksicht auf die Hautfarbe, die Herkunft, die Religion, die Lebensausrichtung und weiterer wichtiger Merkmale, die ein Individuum Mensch ausmachen. Die allgemeine Erkl\u00e4rung der Menschenrechte lautete schon damals: \u201eAlle Menschen sind frei und gleich an W\u00fcrde und Rechten geboren.\u201c Es war eine starke Reaktion auf den schrecklichen 2. Weltkrieg, die Festlegung dieser fundamentalen Grundrechte.<\/p>\n<p>Im n\u00e4chsten Jahr 2018 ergibt sich das Siebzigj\u00e4hrige Bestehen dieser zu Papier gebrachten Menschenrechte und zeigen in 30 Artikeln, wie man sich zumindest im Jahr 1948 theoretisch die wichtigsten Regeln zur Achtung der W\u00fcrde und des Respekts von Menschen gegen\u00fcber ihresgleichen beachten sollte. Diese Grundrechte haben seitdem nichts von ihrer Wichtigkeit und Bedeutung verloren. Jedoch im zeitnahen Tun und Handeln vieler Menschen, Regierungen und Machthabern sind sie fast v\u00f6llig bedeutungslos geworden. So haben Ereignisse auf dieser Erde daf\u00fcr gesorgt, dass man diesen Schatz, der gleichfalls f\u00fcr unser Zusammenleben wichtig ist, einfach aus den Augen verloren oder wie alte Gegenst\u00e4nde auf dem verstaubten Dachboden verstaut hat.<\/p>\n<p>In der Zeit von 1948 (und schon viel fr\u00fcher), dem Zeitpunkt der Festlegung wichtiger Zwischenmenschlicher Regeln, bis zum heutigen Tag ist eine F\u00e4higkeit der Menschen nicht wirklich in Erscheinung getreten. Es ist die den Menschen eigene Vernunft, die sich durch die Eigenschaft des menschlichen Denkens auszeichnet, um durch Aufnahme von Sachverhalten, verbunden mit der pers\u00f6nlichen Erfahrung, Vorg\u00e4nge und Dinge zu bewerten und daraus Schlussfolgerungen zu ziehen. Nach der Einstufung der Bedeutung bestimmter Vorg\u00e4nge w\u00e4re der Mensch in der Lage, wichtige Regeln und Prinzipien daraus abzuleiten, die unser Zusammenleben regeln. Die benannte Vernunft h\u00e4tte es also geschafft, unser Zusammenleben konfliktfreier und harmonischer zu gestalten, wenn, ja wenn diese F\u00e4higkeit, die uns Menschen normal auszeichnet, nicht fast g\u00e4nzlich verloren gegangen w\u00e4re. Bewusst schreibe ich, nicht ganz verloren, weil es auch v\u00f6llig \u201enormale Ausnahmen\u201c gibt, die im Alltag stattfinden und es tats\u00e4chlich noch Menschen gibt, die den Sinn der Vernunft kennen und auch nutzen. Also doch nicht ganz verloren? Die kritische Frage ist doch, nutzt nur noch der normale B\u00fcrger seine pers\u00f6nliche Vernunft? Sind Totalausf\u00e4lle der Vernunft nur Ausnahmen in unserer globalisierten Welt?<\/p>\n<p>Nun ziele ich nicht auf den normalen Alltag, der immer unsere kognitiven F\u00e4higkeiten fordert und f\u00f6rdert, sondern den Sinn von Politik in ihrer sozialen und politischen Machtaus\u00fcbung, die t\u00e4glich im Zentrum unseres Alltages und Denkens steht. Sie beeinflusst uns direkt, auch in unserer pers\u00f6nlichen Entwicklung, besonders in freien Demokratien wie der Bundesrepublik Deutschland. Den Einen ist es klar bewusst, Andere merken es gar nicht und Vielen ist es selbstverst\u00e4ndlich, n\u00e4mlich der Einfluss der politischen Abl\u00e4ufe auf unser Leben. Doch so selbstverst\u00e4ndlich ist Demokratie nicht. F\u00fcr eine gesunde Demokratie ist das Mitwirken der Bev\u00f6lkerung notwendig und sogar unbedingt f\u00fcr deren Erhalt erforderlich. Die Demokratie ist nicht eigenn\u00fctzig, sondern f\u00fcr die Menschen gedacht, die in ihr leben. Im Dialog der Politik mit den B\u00fcrgern entsteht ein erstrebenswertes Miteinander. Sie verstehen es richtig, in unserer Demokratie gestalten Politiker ihre Politik f\u00fcr uns B\u00fcrger. Gut, es mag Ausnahmen geben!<\/p>\n<p>Wie ist sie nun zu sehen, die Macht der Politik? Schon Hannah Arendt schreibt in ihrem \u201eBuch Macht und Gewalt\u201c, \u201edass niemand Einzelner \u00fcber Macht verf\u00fcgen kann.\u201c So bedarf es bei einer Aus\u00fcbung von Macht zumindest in einer funktionierenden Demokratie einer Legitimation von denen, die der Macht ausgesetzt sind. Die grunds\u00e4tzliche Legitimation ergibt sich f\u00fcr die Politiker durch unsere Wahlen, die in der Verfassung festgelegt sind. Die Kenntnis \u00fcber den Sinn einer ausge\u00fcbten Macht ist also dem B\u00fcrger in ihrer Notwendigkeit zu vermitteln, damit unsere Demokratie funktioniert. &#8211; Denn Gewalt ist niemals legitim, kann zwar Macht vernichten, jedoch keine Macht erzeugen, so \u201eHannah Arendt\u201c!<\/p>\n<p>Wenn die Macht in einem Staat nicht eindeutig legitimiert ist, kann dieser Staat seine Macht nur durch eine unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig gro\u00dfe Gewaltaus\u00fcbung gegen\u00fcber den Menschen zeigen, aber die Menschen durch diese Gewaltaktionen nie von dem System des Staates \u00fcberzeugen, was er vielleicht auch letztlich gar nicht will. Mit der Gewalt ersetzt der Staat seine angeblich legitimen Kontrollorgane. So verhindert diese Gewalt permanent die Anwendung von Menschenrechten der Vereinten Nationen und das ziemlich bewusst. Eine Diktatur provoziert so st\u00e4ndig ihre B\u00fcrger und schr\u00e4nkt Freiheiten sowie Lebensplanungen ein, schadet so dem geordneten Zusammenleben der Menschen in diesem Staat. Menschen die Autokraten und Diktatoren bewusst \u201ew\u00e4hlen\u201c, mal abgesehen von Manipulationen bei der Wahl, sind sich nicht wirklich ihrer Lebenssituation bewusst, wissen nichts von Menschenrechten, kennen vielleicht nur ihre pers\u00f6nlichen Vorteile im System und schlie\u00dfen Andersdenkende kategorisch aus ihrem Lebenskreis aus. Der Machthaber kann n\u00e4mlich nur seine Ideologien weiter verfolgen, wenn sie, also seine Anh\u00e4nger, seine zerst\u00f6rerische Art und Weise unterst\u00fctzen. Fatal kann es bei diesen Machtapparaten nur f\u00fcr die Gleichg\u00fcltigen, \u00c4ngstlichen und Mitl\u00e4ufer sein, wenn diese beim System in Misskredit fallen. Jedoch muss man daf\u00fcr in die richtige Richtung denken wollen! Eine zerst\u00f6rerische Macht schaltet die Vernunft einfach aus und vernichtet sie.<\/p>\n<p>Als Fazit kann man nur feststellen, dass nicht legitimierte Macht sowie Machtstreben und die in diesen F\u00e4llen auch verlorene Vernunft unsere Erde zu einem Ort hat werden lassen, an dem \u00fcberwiegend die Menschenrechte mit F\u00fc\u00dfen getreten werden. Sie ist trotz Klimaerw\u00e4rmung zu einem Ort der menschlichen K\u00e4lte geworden. Somit ist Gewalt an die Stelle von Vernunft und \u00dcberzeugung getreten. Die Welt driftet immer weiter von dem Pfad eines Miteinander aller Menschen auf der Erde ab, und das schadet auch letztlich unserer Mutter Erde. Die Diskrepanz zwischen den ge\u00e4u\u00dferten Versprechen von Menschen und ihrem tats\u00e4chlichen Handeln ist besonders bei Politikern oftmals sehr stark ausgepr\u00e4gt. Es ist anzunehmen, dass diese Methode der Missachtung unserer Erde und den darauf lebenden Menschen schadet. Wie lange k\u00f6nnte dieses System Erde wohl noch funktionieren? Manche meine vielleicht noch 100 Jahre, andere wiederum sagen, es k\u00f6nnte auch schon fr\u00fcher endg\u00fcltig vorbei sein mit uns Erdenbewohnern. Ernste Gefahren sind erkennbar und von Gewalt sowie Zerst\u00f6rung gekennzeichnet. Besonders grausam ist es, dass sich inhumane Menschen daran bewusst beteiligen. Auch die \u201eRache\u201c unseres Planeten kann man jetzt schon erahnen. Vielleicht w\u00fcrde mehr Miteinander als Gegeneinander uns und unserer Erde ja helfen!!! Nein, Macht an sich und im Besonderen ist wirklich kein Menschenrecht.<\/p>\n<p>12.09.2017 &#8211; WM<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Schon in der UN-Menschenrechtscharta wurden am 10. 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