{"id":73,"date":"2012-02-15T14:43:13","date_gmt":"2012-02-15T14:43:13","guid":{"rendered":"http:\/\/www.blog.kaleidoskop-aha.de\/?p=73"},"modified":"2012-02-15T14:43:13","modified_gmt":"2012-02-15T14:43:13","slug":"kinderquote-in-deutschland","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.kaleidoskop-aha.de\/?p=73","title":{"rendered":"Kinderquote in Deutschland?"},"content":{"rendered":"<p>Nun melden sich unsere jungen, dynamischen Politiker noch einmal zu Wort, um ein Manko in unserer Republik zu beseitigen. Sie m\u00f6chten gerne eine Kinderquote einf\u00fchren, damit ein gewisser Generationenausgleich bei den Steuern und\u00a0auch\u00a0letztlich bei der\u00a0Rentenpolitik m\u00f6glich wird. Es\u00a0ist quasi\u00a0eine Bestrafung f\u00fcr Kinderlose und die zus\u00e4tzlichen Zahlungen werden auch noch gestaffelt in der H\u00f6he, je nach Anzahl der Kinder. Werden dadurch mehr Kinder geboren? Wollen diese Politiker auf sich aufmerksam machen, dass der B\u00fcrger wei\u00df, es gibt uns noch?<\/p>\n<p>Dieser grandiose Gedanke der Kinderquote wurde vollends zum Rohrkrepierer. Die Politiker mit solchen Ideen sind f\u00fcr\u00a0die Zukunft unserer Republik verantwortlich. Um sich auf dasselbe Niveau zu begeben k\u00f6nnte man sagen, dass es sich wohl um geistige Bl\u00e4hungen handeln muss. Die Idee ist nicht neu und Politiker anderer Couleur haben sich damit auch schon einmal in den Fokus der \u00d6ffentlichkeit gebracht. Auch diese sind gescheitert, weil es \u00fcberhaupt keinen Sinn macht, vielleicht auch das Problem der Finanzierung der Rentenkassen auf diese Weise anzugehen. Diese Einfallslosigkeit von\u00a0diesem Gedanken beleuchtet \u00fcberhaupt nicht die Problematik unser Gesellschaft, die zugegeben veraltet.<\/p>\n<p>Vielleicht denken diese Politiker auch, wenn es mir gut geht, geht es in Deutschland anderen sicher auch gut,\u00a0und auch das ist wieder weit gefehlt. Jedoch in einem Punkt muss ich den jungen Politikern der CDU Recht geben,\u00a0die Kinder sind ein Seegen und wichtig\u00a0f\u00fcr unsere Zukunft.<\/p>\n<p>Betrachtet man jedoch einmal, wie viele unserer Kinder in unserem Staat behandelt werden. Es wird ja noch nicht einmal versucht jedem Kind was aufw\u00e4chst in etwa die gleiche Chance f\u00fcr den Lebensweg zu gew\u00e4hren. Grunds\u00e4tzlich muss man sich doch erst einmal die Frage stellen: &#8211; Warum werden in Deutschland immer weniger Kinder geboren? Die Politiker dieser Republik betreiben eine Politik, die vielen Menschen indirekt\u00a0Schaden zuf\u00fcgt und somit auch den Kindern. Die Kinder wachsen auf bei 400 \u20ac-Jobbern, bei Teilzeitbesch\u00e4ftigten, Leiharbeitern, Aufstockern\u00a0und Eltern die trotz eines Vollzeit-Berufes nicht ihr Leben mit dem verdienten Geld bestreiten k\u00f6nnen. Da liegt der richtige Ansatz etwas zu ver\u00e4ndern, damit mehr Kinder geboren werden. Die jungen Eltern, die sich in solchen Besch\u00e4ftigungsverh\u00e4ltnissen befinden haben \u00fcberhaupt nicht die geringste Planungskonstante f\u00fcr ihr Leben. Und dann sollen dort Kinder geboren werden und in \u00e4rmlichen Verh\u00e4ltnissen aufwachsen? &#8211; Und in 20 Staaten der EU gibt es einen Mindestlohn, nur nicht in Deutschland, warum eigentlich?<\/p>\n<p>Die Bef\u00fcrworter dieser Quotenregelung sagen vielleicht jetzt, der gr\u00f6\u00dfte Teil der Bev\u00f6lkerung hat ein geregeltes Auskommen mit dem Einkommen. Ja, aber die Anzahl derer die schlecht dran sind steigt rapide an. Meine Herren Politiker schauen sie sich einmal den Arbeitsmarkt, die Besch\u00e4ftigungssituation\u00a0und die Zahlen an, vielleicht bringt sie das auf die richtigen Ideen. Der Gedanke so auch unsere Rentenkassen\u00a0ins Lot bringen\u00a0zu wollen ist v\u00f6llig absurd, wie auch der bestehende Generationenvertrag.<\/p>\n<p>Schon unter Helmut Kohl wurde der Grundstein f\u00fcr eine verfehlte Rentenpolitik gelegt. Damals wurden Gelder aus der Rentenkasse verwendet, um andere Haushaltsl\u00f6cher zu stopfen. Ein Umstellung unseres Rentensystems wahr damals schon \u00fcberf\u00e4llig, denn die demografischen Daten und die Entwicklung waren zu dieser Zeit sicherlich schon bekannt, die Folgen absehbar. Dieser schon l\u00e4nger nicht mehr funktionierende Generationenvertrag ist das Ur\u00fcbel!\u00a0Andere L\u00e4nder haben diese Umstellung schon fr\u00fch vollzogen und zwar auf ein System, was unabh\u00e4ngig von der demografischen Entwicklung funktioniert. Wieder einmal wurde von den Politikern der falsche Weg eingeschlagen, n\u00e4mlich nichts zu tun. So kann keine zukunftsweisende Politik betrieben werden. Und dann kommen auch noch die &#8222;Jungen Wilden&#8220; der CDU, die unsere Zukunft in der Politik sein wollen, mit einer Idee, einen Generationenausgleich\u00a0einer Art zu schaffen,\u00a0der an der Wirklichkeit weit vorbei geht.<\/p>\n<p>Ich habe mir von unseren Volksvertretern schon\u00a0immer volksnahe Politik gew\u00fcnscht, aber vielfach wird keine Politik f\u00fcr den B\u00fcrger gemacht. Dieser Realit\u00e4tsverlust etlicher Politiker ist schon be\u00e4ngstigend. Der m\u00fcndige B\u00fcrger bringt selbst schon viel Politikverst\u00e4ndnis auf und erkennt dadurch, dass es M\u00f6glichkeiten gibt vieles besser machen zu k\u00f6nnen. Durch diese befremdliche Politik wird der B\u00fcrger in politische Richtungen abgedr\u00e4ngt, die den etablierten Parteien an die Substanz geht. Der Trend des Wahlverhaltens ist schon lange erkennbar. Die Politikverdrossenheit w\u00e4chst zunehmend, und das sieht man an den Ergebnissen bei Wahlen. Wann werden unsere Politiker wieder echte, vom Volk gew\u00e4hlte Volksvertreter? Dann k\u00f6nnte auch wieder Politik f\u00fcr die in diesem Land wohnenden Menschen gemacht werden.<\/p>\n<p>15.02.2012 &#8211; WM<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nun melden sich unsere jungen, dynamischen Politiker noch einmal zu Wort, um ein Manko in unserer Republik zu beseitigen. Sie m\u00f6chten gerne eine Kinderquote einf\u00fchren, damit ein gewisser Generationenausgleich bei den Steuern und\u00a0auch\u00a0letztlich bei der\u00a0Rentenpolitik m\u00f6glich wird. 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