{"id":702,"date":"2017-03-29T18:10:00","date_gmt":"2017-03-29T16:10:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.blog.kaleidoskop-aha.de\/?p=702"},"modified":"2017-03-29T18:10:00","modified_gmt":"2017-03-29T16:10:00","slug":"ein-weckruf-fuer-die-europaeische-union-mk-12-17","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.kaleidoskop-aha.de\/?p=702","title":{"rendered":"Ein Weckruf f\u00fcr die Europ\u00e4ische Union &#8211; MK 12-17"},"content":{"rendered":"<p>Einst als EWG (Europ\u00e4ische Wirtschaftsgemeinschaft) gegr\u00fcndet ist diese Europ\u00e4ische Union doch tats\u00e4chlich am 25. M\u00e4rz dieses Jahres bereits 60 Jahre alt geworden. Die R\u00f6mischen Vertr\u00e4ge wurden im Jahr 1957 in Rom von damals sechs Mitgliedsstaaten unterzeichnet. Als Mitgliedstaaten dieser Wirtschaftsgemeinschaft waren seit diesem Zeitpunkt die L\u00e4nder Frankreich, Italien, Niederlande, Belgien, Luxemburg und Deutschland in diesem B\u00fcndnis vereint.<\/p>\n<p>Jedoch gab es bereits ab dem 18. April 1951 die Montanunion, die sich als Europ\u00e4ische Gemeinschaft f\u00fcr Kohle und Stahl (EGKS) bezeichnete. Auch da waren schon die o.g. L\u00e4nder als Mitglieder im Handel verbunden. Sp\u00e4ter bei den R\u00f6mischen Vertr\u00e4gen ging es um die Schaffung eines beweglichen Marktes f\u00fcr den freien Handel, die Aus\u00fcbung von Dienstleistungen, Freiheit des Kapitals und die freie Aus\u00fcbung eines Berufes f\u00fcr die Arbeitskr\u00e4fte in den L\u00e4ndern der Partner. Der Maastrichter Vertrag 1992 und der Lissabonner Vertrag im Jahr 2007 waren quasi Erweiterungsvertr\u00e4ge. Nun sind es insgesamt 28 Mitgliedsstaaten, die sich in der Europ\u00e4ischen Union befinden, obwohl die Briten schon ihren Austritt bekundet haben. Diese Europ\u00e4ische Union hat insgesamt 500 Millionen Einwohner.<\/p>\n<p>Seit der Gr\u00fcndung der EU (EWG) war diese Gemeinschaft ein Garant f\u00fcr eine Zeit ohne Kriege und auch seitdem auf einem guten Weg f\u00fcr Menschenrechte, Gesetzestreue, Verl\u00e4sslichkeit und Gleichberechtigung. Au\u00dferdem hat sich die Europ\u00e4ische Union den Kampf gegen den Klimawandel auf die Fahne geschrieben. Dieses hat die EU bis heute durchaus positiv gepr\u00e4gt. Es hat den Handel gest\u00e4rkt und eine positive Entwicklung in den Mitgliedsstaaten gef\u00f6rdert. In den Finanztopf zahlen die wirtschaftlich stark entwickelten Staaten mehr Geld und die L\u00e4nder mit einer geringeren Wirtschaftskraft weniger oder gar nichts ein. Die F\u00f6rdergelder werden nach wirtschaftlich Erfordernissen in daraus festgelegten Betr\u00e4gen von der EU-Kommission festgelegt, die ausgewogen vorgeht.<\/p>\n<p>So wurde die Europ\u00e4ische Union in dem Zusammenschluss der Mitgliedsl\u00e4nder eine starke Wirtschaftsgemeinschaft und ein starker Handelspartner, der nur so mit der Globalisierung Schritt halten konnte. Selbstverst\u00e4ndlich gab es und gibt es H\u00f6hen und Tiefen in diesem Verbund der L\u00e4nder. Auch muss man zugeben, dass nicht alles ideal ist. Doch es ist auch nicht so schlecht in dieser Gemeinschaft, dass man auseinander gehen m\u00fcsste. Noch \u00fcberwiegen die positiven Dinge wie ich finde. Schlecht \u00fcber die EU reden wie es die Populisten und nicht Interessierte tun bedeutet nicht, dass es auch wirklich so schlecht ist. Klar sagen muss man selbstverst\u00e4ndlich auch, dass es wie bei einer schlechten Ehe teilweise an gemeinsamem Verst\u00e4ndnis fehlt. Eine gute Ehe zeichnet jedoch aus, dass man aufeinander zugeht, miteinander redet und Kompromisse findet. Dadurch ist ganz klar gesagt, dass jeder in dieser Gemeinschaft der EU auch etwas f\u00fcr die Gemeinschaft tun muss und nicht nur auf die finanzielle Unterst\u00fctzung setzt. Deswegen kr\u00e4nkelt zurzeit diese Europ\u00e4ische Union etwas, aber bei allen benannten positiven Dinge, die das Bestehen ausmachen, ist es nicht hoffnungslos. Es fehlt in einigen Dingen eine klare Linie, soviel steht fest. Nur v\u00f6llig Schlechtreden sollte man die EU nicht, sondern dar\u00fcber sprechen, was besser gemacht werden muss.<\/p>\n<p>Nun hat sich eine Initiative namens Pulse of Europe in Deutschland gegr\u00fcndet, die sich positiv gegen\u00fcber der EU zeigt und in schon Europa Menschen mobilisiert hat, die f\u00fcr die Europ\u00e4ische Union auf die Stra\u00dfe gehen und daf\u00fcr protestieren. Dieser positive Aufruf hat in L\u00e4ndern der Europ\u00e4ischen Union in vielen St\u00e4dten wie Berlin, Wien, Lissabon schon viele Menschen auf die Stra\u00dfe gebracht, die f\u00fcr die EU sind. Es sind viele EU-B\u00fcrger, die sich f\u00fcr Europa einsetzen, weil sich der Kontinent Europa wandelt. Sie wissen es hundertprozentig, dass es nur gemeinsam m\u00f6glich ist, die Herausforderungen der Zukunft zu meistern und das nicht nur wirtschaftlich. Nat\u00fcrlich wissen es diese Bef\u00fcrworter, dass die EU zurzeit schw\u00e4chelt und in ihren ma\u00dfgeblichen Entscheidungen so vor sich her d\u00fcmpelt. Gibt es eine Krise, so sagt man sich, muss sie mit konkreten Ma\u00dfnahmen vereint durch die Mitgliedsstaaten bew\u00e4ltigt werden. \u00dcbrigens, der Impuls zur Gr\u00fcndung dieser Initiative hat der Brexit ausgel\u00f6st und auch die Notwendigkeit zum Handeln, sich f\u00fcr die EU zu engagieren. Die Zukunft liegt in der Europ\u00e4ischen Union!<\/p>\n<p>Die Friedensunion ist gegen Herabsetzung, Zerst\u00f6rung, Hass und f\u00fcr ein positives Europa welches Werte sch\u00e4tzt. So sind unbedingt Zeichen gegen den Rechtspopulismus und gegen die Zerst\u00f6rung der Wertegemeinschaft Europ\u00e4ische Union zu setzen. Wir in Europa brauchen au\u00dferdem niemanden aus dem Ausland, der unsere Europ\u00e4ische Union klein redet. Denn je st\u00e4rker man versucht hat die EU durch laute T\u00f6ne in Misskredit zu bringen, desto st\u00e4rker und heftiger haben die Rechtspopulisten mit lauten T\u00f6nen die Gemeinschaft der Staaten angegriffen sowie grunds\u00e4tzlich infrage gestellt. Unber\u00fchrt davon zeigen Umfragen, dass sich mittlerweile 70% der EU-B\u00fcrger positiv zur EU bekennen und ebenfalls hat sich ein steigendes Vertrauen ergeben. Gegen alle Widerst\u00e4nde, jetzt erst recht f\u00fcr unser Europa.<\/p>\n<p>Die Wirtschaft w\u00e4chst wieder in einigen Staaten und das nach einigen zur\u00fcckliegenden Krisen in der Europ\u00e4ischen Union. Klar gibt es auch Staaten wie Bulgarien, wo es nicht so gut l\u00e4uft. Wie war das noch mal mit den Aufnahmekriterien? Letztlich sind in den letzten Jahren insgesamt 5 Millionen neue Stellen entstanden und das war in L\u00e4ndern Deutschland, Frankreich, Irland, Spanien und Griechenland. Bedingt durch ein stabiles Europa ist diese Planungssicherheit optimal f\u00fcr Investoren.<\/p>\n<p>Klar ist nicht alles gut in der EU, jedoch ist auch nicht alles so schlecht wie es manche Nationalisten uns weismachen wollen und einen Austritt als Allheilmittel darstellen. Ein gro\u00dfes Risiko auch f\u00fcr den Zusammenhalt waren auch schon immer die starken sozialen Unterschiede bei den Mitgliedsstaaten. Mit unterst\u00fctzenden Investitionen f\u00fcr die schwachen Staaten versuchte die EU die Wirtschaft dort anzukurbeln. Man kann es so sagen, das es in den n\u00e4chsten Jahren noch einiges zu tun gibt in der Europ\u00e4ischen Union und die Politiker haben einige Steine aus dem Weg zu R\u00e4umen, aber die Problem sind nicht un\u00fcberwindlich, so denken einige Europ\u00e4er positiv. Klar ist momentan, dass wir in Europa noch ziemlich weit von den Vereinigten Staaten von Europa entfernt sind.<\/p>\n<p>Was muss sich nun bessern oder ver\u00e4ndern, um die EU f\u00fcr die Zukunft fit zu machen?<\/p>\n<ul>\n<li>der Zusammenhalt der Mitgliedsstaaten muss eine Erneuerung erfahren<\/li>\n<li>es muss sich eine St\u00e4rkung der W\u00e4hrungsunion ergeben<\/li>\n<li>trotz aller Dementis haben wir schon eine Haftungsunion, die f\u00fcr die Umverteilung der Schulden eintritt und das st\u00fctzt ausschlie\u00dflich der Steuerzahler. Das unterst\u00fctzt letztlich die leichtere Verschuldung von Mitgliedsstaaten, das ist kritisch zu sehen??? (Die B\u00fcrger haben dieser Haftungsunion durch die Hintert\u00fcr nie zugestimmt.)<\/li>\n<li>die EZB mischt sich mit ihren finanziellen Ma\u00dfnahmen in die Politik ein und befl\u00fcgelt manche Staaten sich weiter zu verschulden, bestraft die Sparer. Das ist zu kritisieren!!!<\/li>\n<li>der Abbau von Schulden vollzieht sich in der EU minimal, obwohl diese finanziellen\u00a0Belastungen\u00a0die Staaten in der Ausf\u00fchrung ihrer Aufgaben l\u00e4hmen. Der Teufelskreis muss durchbrochen werden.<\/li>\n<li>die problematische Fl\u00fcchtlingspolitik l\u00e4hmt die EU zurzeit und scheitert an der Uneinigkeit. Klar ist auch trotz ausgepr\u00e4gten Wohlwollen, eine kontrollierte Zuwanderung verbunden mit dem Ausschluss der Sorglosigkeit ist unabwendbar.<\/li>\n<li>die Jugendarbeitslosigkeit ist vorrangig in der EU zu bek\u00e4mpfen<\/li>\n<li>die Europ\u00e4ische Union muss nach dem Verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfigkeitsprinzip R\u00fccksicht in den Planungen und Beschl\u00fcssen auf die unterschiedlichen Entwicklungen der Mitgliedsstaaten nehmen<\/li>\n<li>die kulturelle Entwicklung der Staaten ist bei Entscheidungen zu ber\u00fccksichtigen<\/li>\n<li>das Ziel der EU muss ein verbindlicher F\u00fchrungsstil sein und das\u00a0mit mehr Eigenverantwortung der Mitgliedsstaaten<\/li>\n<li>eine verantwortliche Sozialstruktur ist unabdingbar, um den sozialen Frieden in Europa zu sichern<\/li>\n<li>eine starke EU muss unbedingt eine gemeinsame Au\u00dfenpolitik vertreten<\/li>\n<li>die Wertsch\u00e4tzung aller Vorteile der Europ\u00e4ischen Union ist gegen\u00fcber allen EU-B\u00fcrgern deutlicher von den Politikern zu vermitteln<\/li>\n<li>nur eine starke Handelsgemeinschaft kann gegen\u00fcber einer sich immer st\u00e4rker auspr\u00e4genden Globalisierung bestehen. Deswegen ist Zusammenhalt wichtig!!!<\/li>\n<li>die gemeinsame Ausrichtung der EU-Politik muss sich bei den Mitgliedsstaaten deutlich festigen<\/li>\n<li>die Europ\u00e4ische Union darf nicht nur als Subventionsmaschine gelten, so wie es bei einigen Staaten den Anschein hat<\/li>\n<li>es muss einen Neustart der EU-Gemeinschaft geben und das aus vollster \u00dcberzeugung aller 28 Mitgliedstaaten (27 Staaten-die Briten fehlen bald)<\/li>\n<li>alle Staaten sind gegen\u00fcber den anerkannten Vertragsbedingungen von Maastricht ohne Ausnahme bindend verpflichtet und das ohne Abstriche. Wenn nicht, muss es Repressalien geben. Autokratisch gef\u00fchrte Staaten k\u00f6nnen in der EU kein Mitglied sein oder werden.\n<p>29.03.2017 &#8211; WM<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Einst als EWG (Europ\u00e4ische Wirtschaftsgemeinschaft) gegr\u00fcndet ist diese Europ\u00e4ische Union doch tats\u00e4chlich am 25. M\u00e4rz dieses Jahres bereits 60 Jahre alt geworden. 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