{"id":691,"date":"2017-03-07T18:23:34","date_gmt":"2017-03-07T17:23:34","guid":{"rendered":"http:\/\/www.blog.kaleidoskop-aha.de\/?p=691"},"modified":"2017-03-07T18:23:34","modified_gmt":"2017-03-07T17:23:34","slug":"wahlkampfgetoese-in-deutschland-im-jahr-2017-mk-09-17","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.kaleidoskop-aha.de\/?p=691","title":{"rendered":"Wahlkampfget\u00f6se in Deutschland im Jahr 2017 &#8211; MK 09-17"},"content":{"rendered":"<p>Wenn man als B\u00fcrger merkt, die Real- und Tagespolitik tritt in den Hintergrund und die Politiker der etablierten Parteien in Deutschland verstricken sich vielfach bei Interviews in Wortwuseleien, dann hat der Wahlkampf begonnen. Die Denkblasen und das krampfhafte Suchen nach aussagef\u00e4higen S\u00e4tzen, die dem politischen Gegner zusetzen sollen, hat man in der Wahlkampfzeit schon vielfach bemerkt, auch schon zu fr\u00fcheren Zeiten und das hat dazu gef\u00fchrt, dass mancher aufmerksame Zuh\u00f6rer die Stirn streng runzeln musste. Eine Zeit der nicht wirklich f\u00fcr den W\u00e4hler bestimmten Aussagen durch Politiker hat begonnen und f\u00fchrt zu dem Eindruck, dass es keine wirklichen Sachverhalte zu wichtigen Themen mehr zu geben scheint. So empfindet man es dann schon manchmal.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Politiker aller Parteien scheint es vorrangig zu sein, auf die eigene Partei wahrhaftig kein vorwurfsvolles Wort als berechtigt akzeptieren zu wollen. Meine G\u00fcte denkt der W\u00e4hler, dass hatten wir doch schon bei fr\u00fcheren Wahlen und ordnet es denselben Fehlern von Politikern zu, die sie schon h\u00e4ufig vor Wahlen gemacht haben. N\u00e4mlich den politischen Gegner verunglimpfen, platt machen, verteufeln, unglaubw\u00fcrdig machen, die Kompetenz absprechen und in mit H\u00e4me zu \u00fcberziehen. Dann, soviel ist f\u00fcr den W\u00e4hler klar, dann hat der Wahlkrampf begonnen. Dieses Verhalten von Politikern in Deutschland hat schon \u00fcber viele Jahre dazu gef\u00fchrt, dass bei argumentationslosen Aussagen von Parteigr\u00f6\u00dfen sich der W\u00e4hler nicht mehr angesprochen f\u00fchlt. Die Folge ist, er dreht der Politik frustriert den R\u00fccken zu.<\/p>\n<p>Der W\u00e4hler m\u00f6chte wirklich mehr h\u00f6ren, als Gepl\u00e4nkel. Die Politiker der w\u00e4hlbaren Parteien sollte sich den Problemen in Deutschland aktiv zuwenden und ihre W\u00e4hler davon \u00fcberzeugen wie L\u00f6sungen aussehen k\u00f6nnten. F\u00fcr lautes Wahlkampfget\u00f6se steht bei dringlichem Handlungsbedarf f\u00fcr Probleme kein Zeit mehr zur Verf\u00fcgung. L\u00f6sungen sind angesagt, das ist wichtig. Und Politiker, die sich nur im Wahlkampf auf die B\u00fcrger (W\u00e4hler) besinnen und den Rest einer Legislaturperiode im Zeitlupentempo erstarren, welches kein wirkliches Handeln mehr m\u00f6glich macht. Demnach k\u00f6nnte man sagen, dass eine Wahlkampfphase die Regierungszeit verk\u00fcrzt und so keine Entscheidung mehr m\u00f6glich zu sein scheint.<\/p>\n<p>Was will der W\u00e4hler also von den Politikern h\u00f6ren? Wer als Politiker nicht mehr feststellen kann, dass es im regierten Land nichts mehr zu verbessern gilt, der hat sich \u00fcberm\u00e4\u00dfig ges\u00e4ttigt in seinem Politiksessel zur\u00fcck gelehnt und registriert nicht mehr wirklich was um ihn herum die Menschen bewegt. Nun gut, es h\u00f6rt sich ziemlich provokant an, aber das musste mal so gesagt (geschrieben) werden. Zur Ehrenrettung der Politiker sei gesagt, dass die Aussage nicht wirklich f\u00fcr alle zutreffen muss. Aber ernsthaft und kritisch betrachtet, sind die Globalisierung, die Agenda 2010, die prek\u00e4ren Besch\u00e4ftigungsverh\u00e4ltnisse, die Zeiten der Produktionssteigerungen ohne Lohnerh\u00f6hungen, die Absenkung der Rentenh\u00f6he, die Arbeit im Niedriglohnsektor, die T\u00e4tigkeiten als Minijobber oder mehreren Besch\u00e4ftigungsverh\u00e4ltnissen gleichzeitig nicht spurlos an vielen Menschen vorbei gegangen ist. Schlimm ist es, wenn der Staat L\u00f6hne aufstocken muss und den Unternehmern so mehr Gewinne ins Portemonnaie flie\u00dfen. Ja, es mag sein, dass die Agenda 2010 auch einen Aufschwung f\u00fcr Deutschland bewirkt hat, aber unterm Strich betrachtet hat sich dieses mit einigem Schwund und Einbu\u00dfen bei vielen Menschen in Deutschland gezeigt. Wenn in einigen Jahren eine gro\u00dfe Anzahl von Zahlungen der Grundsicherung f\u00fcr die Rente auf den Staat zukommt, weil die Arbeitnehmer nicht viel in die Rentenkasse eingezahlt haben, dann sieht es ziemlich d\u00fcster\u00a0bei den\u00a0Sozialausgaben aus. Aber das ist ja dann der Staat und es sind nicht die Unternehmen, die zahlen m\u00fcssen. Wer nur wie die Schlange auf den Export\u00fcberschuss starrt, der kann aus seiner Sichtweise nicht feststellen, dass in Deutschland doch einiges nicht so toll ist, trotz der immer wieder zitierten niedrigen Arbeitslosenquote, die absolut in diesem Zahlenwert nicht aussagef\u00e4hig ist. Au\u00dferdem\u00a0berichten uns seit Jahren die Medien, dass die Schere der Einkommen immer weiter auseinander geht, was wohl auch durch die Agenda 2010 einen zus\u00e4tzlichen Schub bekommen hat. Doch jetzt soll das statistische Bundesamt nach den neuesten Zahlen festgestellt haben, dass die Entwicklung etwas r\u00fcckl\u00e4ufig sein soll. Vielleicht hat ja der Mindestlohn einen kleinen Anteil daran.<\/p>\n<p>Die Chefin unserer Regierung, Frau Merkel, hat sich im Fernsehen so ge\u00e4u\u00dfert, dass in diesem Jahr eine ganz andere Themenwahl wohl den Wahlkampf bestimmen wird. Gekommen ist bis jetzt diesbez\u00fcglich nicht wirklich viel aus dem Regierungslager. Es wird auf Themen gesetzt, wo der B\u00fcrger denkt, daf\u00fcr hatten \u201edie\u201c doch vier Jahre Zeit, um mit ihrer Politik etwas zu bewirken! Der B\u00fcrger fragt sich, ob die Politiker die richtigen und wichtigen Themen auch in ihrer Priorit\u00e4tenliste richtig eingeordnet haben. Es muss sich etwas in Deutschland bewegen und deswegen kann es nicht sein, dass man sagt, weiter so, es ist alles in Ordnung. Daf\u00fcr sind die Probleme zu wichtig f\u00fcr unser Land und die Verteidigung unserer Demokratie steht im Jahr 2017 an oberster Stelle. Warum kann man nicht versuchen Politik im Wahlkampf\u00a0wirklich informativ\u00a0f\u00fcr die\u00a0B\u00fcrger zu gestalten und sich nicht nur als Politiker h\u00e4nderingend sowie sch\u00fctzend vor die Partei zu stellen, von der sie ihr Parteibuch bekommen haben.<\/p>\n<p>Auf die Menschen zugehen, b\u00fcrgernahe Themen ansprechen, die Menschen mit Fakten \u00fcberzeugen, das Wahlkampfget\u00f6se sein lassen, Argumente sprechen lassen und nicht andere Politiker verunglimpfen, fadenscheinige Aussagen gar nicht erst machen und versuchen die wahlberechtigten B\u00fcrger davon \u00fcberzeugen, dass ihre Stimme bei der Wahl auch wirklich etwas bewirkt und zu Ver\u00e4nderungen f\u00fchrt. Erst dann ist f\u00fcr die Parteien jede W\u00e4hlerstimme wertvoll und im Sinne Deutschlands gut angelegt. Interessierte und \u00fcberzeugte W\u00e4hler gehen auch zur Wahlurne. Liebe Politiker zeigen sie ruhig, dass sie auch nur Menschen sind, denn ihre W\u00e4hler wissen es, aber sp\u00fcren es zu wenig. Und bitte nicht sagen, alles ist gut in Deutschland, wir brauchen rein gar nichts ver\u00e4ndern, das bringt ihnen keine zus\u00e4tzlichen W\u00e4hlerstimmen. Denn es k\u00f6nnte ja sein, dass sie es mit W\u00e4hlern zu tun haben, der unter ihrer bestimmenden Politik keine gute Zeit in Deutschland hatten.<\/p>\n<p>Machen sie positive Politik f\u00fcr Deutschland und seine B\u00fcrger, dass allein z\u00e4hlt. Au\u00dferdem \u00fcberzeugen sie die Besitzstandswahrer und Gewinnoptimierer der Unternehmer davon, dass eine h\u00f6here Entlohnung f\u00fcr ihre Mitarbeiter nicht sch\u00e4dlich f\u00fcr Deutschland ist, sondern die Kassen des Staates entlastet und die Konjunktur ankurbelt. Wenn sie au\u00dferdem noch daf\u00fcr sorgen, dass alle Betriebe und Firmen die in Deutschland ihre Produkte herstellen auch hier ihre Gewinne versteuern, w\u00e4re es super und w\u00fcrde auch noch den Staat entlasten. Ja, liebe Damen und Herren Politiker, wie sie sehen, es gibt noch viel zu tun. Und machen sie sich nichts daraus, wenn sie schon mal zwischen zwei St\u00fchlen sitzen sollten, das passiert uns als B\u00fcrger auch schon einmal. In diesem Sinne, packen sie es an! Erkl\u00e4ren Sie den B\u00fcrgern ihre Politik!<\/p>\n<p>07.03.2017 &#8211; WM<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn man als B\u00fcrger merkt, die Real- und Tagespolitik tritt in den Hintergrund und die Politiker der etablierten Parteien in Deutschland verstricken sich vielfach bei Interviews in Wortwuseleien, dann hat der Wahlkampf begonnen. 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