{"id":648,"date":"2016-11-21T18:50:54","date_gmt":"2016-11-21T17:50:54","guid":{"rendered":"http:\/\/www.blog.kaleidoskop-aha.de\/?p=648"},"modified":"2016-11-21T18:50:54","modified_gmt":"2016-11-21T17:50:54","slug":"volkswagen-schlaegt-zurueck-mk-46-16","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.kaleidoskop-aha.de\/?p=648","title":{"rendered":"Volkswagen schl\u00e4gt zur\u00fcck &#8211; MK 46-16"},"content":{"rendered":"<p>Nein, der Skandal mit der Schummel-Software zur Abgasreduzierung bei Dieselfahrzeugen hat die verantwortlichen Manager bei Volkswagen anscheinend nicht schlauer werden lassen. Der Konzern Volkswagen hat sich strafrechtlich schuldig gemacht und so tausende von VW-Kunden betrogen, die auf die Marke VW gesetzt haben und Qualit\u00e4t erwarteten. Bis vor dem Skandal war VW ein Garant f\u00fcr die technologische Zukunft in der Fertigung von Kraftfahrzeugen. Niemand kann es wirklich verstehen, warum man die Strategie bei Volkswagen auf Betrug ausgerichtet hat. Am Anfang gab es nicht wirklich Verantwortliche f\u00fcr diese Ungeheuerlichkeit bei diesem ehemaligen Vorzeigeunternehmen. Wie leichtsinnig haben die Verantwortlichen alles aufs Spiel gesetzt, n\u00e4mlich den guten Ruf des Unternehmens, die Glaubw\u00fcrdigkeit, die Arbeitspl\u00e4tze und dann noch zuallerletzt damit am falschen Ende gespart. Dieses kostet VW Milliarden an Strafe und Wiedergutmachung.<\/p>\n<p>Die Einsicht und Reue \u00fcber soviel an Arroganz und Unversch\u00e4mtheit ist der neuen Strategie f\u00fcr einen Zukunftspakt gewichen. Erst ein renommiertes Unternehmen in vollem Bewusstsein gegen die Wand fahren und dann wieder gewaltige T\u00f6ne gespuckt. Man will ein Unternehmen neu ausrichten und fit f\u00fcr die Zukunft machen, so die vollmundigen T\u00f6ne des Vorstands M\u00fcller. Vielleicht h\u00e4tte man sich ja vorher schon einmal Gedanken \u00fcber die Zukunft machen sollen, als es um die Schummelei bei den Dieselfahrzeugen ging. So verfiel der Vorstand M\u00fcller wieder in den alten Stil der arroganten und vorwurfsvollen T\u00f6ne. Nein, man brauchte die Kunden in Deutschland nicht so zu behandeln wie in den USA, weil den K\u00e4ufern ja keine Nachteile beim Betrieb der Fahrzeuge entstehen. Und es wurde behauptet, nicht gegen europ\u00e4isches Recht versto\u00dfen zu haben.<\/p>\n<p>Ja geht\u2019s noch Herr M\u00fcller mit den Vorw\u00fcrfen an ihre Kunden in Europa oder sind es etwa die schlechteren Kunden als in den USA? Der Vorwurf war, dass die Deutschen halbherzig \u00fcber den Umweltschutz nachdenken, weil sie einfach zu wenig E-Autos kaufen, so Herr M\u00fcller. Diese Unversch\u00e4mtheit ist deswegen entstanden, weil VW vorgeworfen wurde zu wenig in die Entwicklung von E-Autos zu investieren. Vielleicht nach dem Motto, es l\u00e4uft doch alles gut, na und. Aber Herr M\u00fcller liegt da etwas quer mit seinem Vorwurf an die Verbraucher. Es gibt noch keine, auch nicht von VW, wirklich f\u00fcr jeden bezahlbaren E-Mobile, es gibt kein Netz von Ladestationen, also existiert nicht wirklich ein Anreiz f\u00fcr die Kunden auf Strom umzusteigen. Auch die anderen Autofirmen haben die Entwicklung einer umweltfreundlicheren Technologie schleifen lassen. Da muss man sich fragen, ob jetzt VW durch ihre neue Strategie noch mehr Kunden verprellen will, die sich dann zu anderen Marken abgedr\u00e4ngt f\u00fchlen, welche auch noch preiswerter sind.<\/p>\n<p>Nach dem gro\u00dfen Knall der Ver\u00f6ffentlichung des Betrugsskandals hatte sich absolut niemand bei VW verantwortlich gef\u00fchlt, geschweige denn etwas von dieser Ungeheuerlichkeit gewusst. Nun sickerte durch, dass Herr Winterkorn das Ganze aufgedeckt haben soll, obwohl er bei der ersten Befragung angab, gar nichts dar\u00fcber zu wissen. Mittlerweile ermittelt die Staatsanwaltschaft auch gegen Hanns-Dieter P\u00f6tsch als VW-Aufsichtsratschef, der ebenfalls in den Abgasskandal verwickelt sein soll. So kann man sich nur w\u00fcnschen, dass alle, die f\u00fcr den Abgasskandal Verantwortlichen, eine f\u00fcr diesen Betrug angemessene Strafe bekommen, insbesondere die, welche als Entscheider zeichneten, denn ein \u201ekleiner\u201c Mitarbeiter hat sich dieses nicht ausgedacht.<\/p>\n<p>Die Marktstrategen des VW-Konzerns w\u00e4ren gut beraten vom hohen Ross des einst angesehenen Unternehmens sich wieder auf die f\u00fcr Kunden akzeptable Ebene eines Schuldigen in Sachen Abgasskandal zu bewegen und nicht ihren Kunden gegen\u00fcber als das Zukunftsunternehmen aufzutreten. Erkennbare Einsicht und die Gleichbehandlung von Kunden in den USA und Europa w\u00e4re angemessen, f\u00fcr ein Dilemma, welches in vollem Bewusstsein der Tatsachen ein Unternehmen an den Rand der Existenz gef\u00fchrt hat. Der Name VW hat einen immensen Imageschaden zu verzeichnen, welcher nur mit Augenma\u00df und Kundenservice wieder ein wenig gekittet werden k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Nun haben erst einmal in Deutschland ungef\u00e4hr 30000 Mitarbeiter das Nachsehen bei VW, die n\u00e4mlich ihren Arbeitsplatz auf Dauer verlieren werden, damit der Konzern in der Lage ist, seinen Verpflichtungen nachzukommen. Traurig ist es zu sehen, wie das Land Niedersachsen scheinbar hilflos der ganzen Sache zusieht und das als gro\u00dfer Anteilseigner. Es ist ein armseliges Bild, welches der VW-Konzern mit seinen Verantwortlichen und Repr\u00e4sentanten in der \u00d6ffentlichkeit in Sachen Wiedergutmachung abgibt. Bis jetzt war es in der \u00d6ffentlichkeit und in den Augen der Fachleute vielfach nur Gewurschtel. Was man sich w\u00fcnscht, insbesondere die Kunden der Marke VW, eine klare Kante in der selbst verschuldeten Misere Abgasskandal zu zeigen. Aber schlauer werden hat auch etwas mit Einsicht zu tun und die fehlt bis jetzt offensichtlich tats\u00e4chlich bei den Managern von VW. Man kann den Verantwortlichen bei diesem Automobilkonzern nur w\u00fcnschen, dass sie wieder auf den geradlinigen Weg eines renommierten Unternehmens zur\u00fcck finden.<\/p>\n<p>21.11.2016 &#8211; WM<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nein, der Skandal mit der Schummel-Software zur Abgasreduzierung bei Dieselfahrzeugen hat die verantwortlichen Manager bei Volkswagen anscheinend nicht schlauer werden lassen. 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