{"id":645,"date":"2016-11-15T18:35:59","date_gmt":"2016-11-15T17:35:59","guid":{"rendered":"http:\/\/www.blog.kaleidoskop-aha.de\/?p=645"},"modified":"2016-11-15T18:35:59","modified_gmt":"2016-11-15T17:35:59","slug":"populisten-suchen-sich-aengstliche-ignoranten-und-besserwisser-mk-45-16","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.kaleidoskop-aha.de\/?p=645","title":{"rendered":"Populisten suchen sich \u00c4ngstliche, Ignoranten und Besserwisser &#8211; MK 45-16"},"content":{"rendered":"<p>Sie drehen sich ihre Politik so zurecht wie sie es gerne h\u00e4tten oder ihre Anh\u00e4nger es gerne h\u00f6ren wollen. Die Rede ist von Populisten, die in Europa zunehmend aktiv sind. Die f\u00fcr diese Art Politik sensiblen Menschen h\u00e4ngen sich an sie und sagen zu allem nein, und es muss anders werden. Au\u00dfer den bekannten Themen wie Fremdenhass, Missgunst, Neid, Wut, Hass auf die Politiker sowie die Presse haben sie keine wirklichen W\u00fcnsche, die von Demokraten zu verstehen w\u00e4ren. So sammeln die Populisten diese Menschen ein und best\u00e4rken sie in ihrem Anliegen, liefern ihnen f\u00f6rmlich die Best\u00e4tigung f\u00fcr ihre p\u00f6belhafte Art Politik ver\u00e4ndern zu wollen. Ihr Stammklientel bedienen sie absolut und unterst\u00fctzen Aktionen, die sich gegen andere Menschen richten und leben ihren Nationalismus in unserer Demokratie aus, welche diese abstrusen Thesen erdulden soll. Dieses hohe Gut der Meinungsfreiheit betrachten diese Politikverdrossenen als Freifahrtschein f\u00fcr ihr r\u00fcpelhaftes und undemokratisches Verhalten.<\/p>\n<p>So gibt es in Europa verteilt die Nationalerneuerer in den L\u00e4ndern England, Frankreich, Niederlande, Polen, Ungarn und \u00d6sterreich. Diese Populisten sagen nein und stellen die Funktionst\u00fcchtigkeit unseres Gesellschaftssystems infrage. Sie wollen ihr eigenes S\u00fcppchen kochen und werfen alles in einen Topf, wollen als Alternative ein besseres Leben als in ihrem jetzigen Dasein einfordern. Klar muss man sagen, dass es kein politisches Idealsystem auf der Welt gibt, jedoch bietet eine Demokratie ihren B\u00fcrgern Freiheit, Gleichheit und den Zusammenhalt durch ihre in der Verfassung festgelegten Werte. Die Ideale, welche sich diese &#8222;Neodemokraten&#8220; so w\u00fcnschen und verherrlichen, haben in ihren Auswirkungen schon fr\u00fcher f\u00fcr die Menschen noch nie etwas\u00a0leichter oder besser gemacht, sondern ausschlie\u00dflich Mord, Totschlag und Hass erzeugt, weil die Populisten die Menschen gegeneinander aufhetzen. Es sind die demokratischen Zweifler, die ein anderes Land wollen, ein Land der \u00c4ngste, des Hasses, der Missgunst und ein nach au\u00dfen getragenes Einheitsdenken in ihrem begrenzten Reich der Wutb\u00fcrger. Die Begriffe Solidarit\u00e4t und Toleranz scheinen ihnen fremd zu sein und sie wundern sich dar\u00fcber, dass andere Menschen keine Verst\u00e4ndnis f\u00fcr sie haben. Populisten wollen die Welt verbessern, so wie es ihre Zuh\u00f6rer gerne h\u00e4tten. Jedoch ist das Wie nicht bekannt, aber anders soll es sein. Jedoch Staaten mit ausgepr\u00e4gtem Sozialismus, in denen alle B\u00fcrger gleich sein sollten, hatten wir schon bis zum abwinken, also das k\u00f6nnen wir abhaken und brauchen es nicht zu wiederholen.<\/p>\n<p>Diese Denkweise der Populisten entzweit unsere Gesellschaft und treibt Keile in unsere Demokratie, die unbedingt die Solidarit\u00e4t als Grundstein braucht. Erwarten eigentlich diese Menschen (Wutb\u00fcrger), dass immer andere etwas f\u00fcr sie tun m\u00fcssen, sie aber selbst nichts zum Miteinander beitragen wollen? Denn als B\u00fcrger gibt es auch Pflichten, die der Kitt einer Gesellschaft sind. Klar ist, dass die Vorstellungen ihrer Gesellschaftsordnung keine wirkliche Alternative zu unserem heutigen System darstellt. Klar muss man auch sagen, dass selbst eine Demokratie kein Selbstl\u00e4ufer ist und es allen Menschen idealer Weise sehr gut gehen muss. Und was ein durch Populisten aufgescheuchter Wutb\u00fcrger\u00a0zur Systemver\u00e4nderung meint, muss nicht zwangsl\u00e4ufig besser sein. Erschreckend ist festzustellen, dass ein zunehmender Werteverlust unserer Kultur stattfindet und sich somit erkennbar ein R\u00fcckschritt in unserer Gesellschaft abspielt, wobei als Ausl\u00f6ser erkennbar die fehlende Toleranz und Akzeptanz von Menschen zu anderen Menschen zu sehen ist.<\/p>\n<p>Dennoch ist es nicht zu verkennen, welches Manko in unserem Deutschland bei vielen Menschen gibt, die finanziell kaum \u00fcber die Runden kommen. Die, die nichts sparen k\u00f6nnen und von der Hand in den Mund leben m\u00fcssen. Klar ist auch, dass nicht immer der Staat eine Schuld daran hat und vielleicht einige Dinge im Leben der Benachteiligten schlecht gelaufen sind. Es ist ebenso\u00a0klar und wird seit 50 Jahren propagiert, dass die Schere der Armen und Reichen hinsichtlich Einkommen\u00a0immer weiter auseinander klafft. Niemand der Politiker aller Couleur\u00a0hat seitdem etwas echt Wirksames dagegen getan, vielleicht auch unter dem Zwang, dass die Wirtschaft laufen muss, damit es Deutschland und seiner Gemeinschaft ziemlich gut geht, aber eben mit dem Nachteil verbunden, dass nicht alle davon profitieren k\u00f6nnen. Schon die Bankenkrise zeigte den Menschen, das systemrelevante Banken es wert waren gerettet zu werden, was bei den Menschen ein Gef\u00fchl ihrer pers\u00f6nlichen Unwichtigkeit im System Politik ausl\u00f6ste, weil\u00a0der Staat sich in ihren wichtigen Dingen nicht um sie\u00a0k\u00fcmmert. Die Ausgewogenheit ist mit der Agenda 2010 der SPD-gef\u00fchrten Regierung verloren gegangen, auch mit der Leiharbeit, der Zeitarbeit und den vielfach prek\u00e4r Besch\u00e4ftigten. Wenn Menschen nicht durch ihre t\u00e4gliche Vollbesch\u00e4ftigung normal leben k\u00f6nnen, stimmt etwas in der Verteilung des erwirtschafteten Bruttosozialprodukts einer Volkswirtschaft nicht. Wenn mehrere Arbeitsstellen zur Finanzierung des Lebens notwendig sind ist etwas absolut verkehrt im Wirtschaftssystem Deutschlands. Die Zweifel und die Unsicherheit in der Arbeitswelt haben dadurch vehement zugenommen, was f\u00fcr Familien eine Planungsunsicherheit darstellt. Weiterhin muss das Manko der Renten erw\u00e4hnt werden, welches in ihrer demoskopischen Auswirkung schon unter Kanzler Kohl bekannt war. Wollten es die Politiker nicht wahrhaben was sie lange schon wussten? Die Notwendigkeit von Ma\u00dfnahmen wurde als Priorit\u00e4t eins verpennt und lieber erst einmal nichts getan, weil es vielleicht W\u00e4hlerstimmen gekostet h\u00e4tte.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich ist heutzutage in die Politik nichts mehr von der Stange, wenn man es auf Konfektion beziehen w\u00fcrde, denn selbst die Abstimmungen von Entscheidungen im eigenen Land sind von Bedeutung im Zusammenhang mit der EU und der globalisierten Welt zu betrachten. Trotzdem es somit auf der Welt und auch in Deutschland komplexer zugeht als vor 50 Jahren d\u00fcrfen unsere Politiker nicht die Belange im eigenen Land aus den Augen verlieren. Deswegen ist dem B\u00fcrger die Politik nahe zu bringen, im zu erkl\u00e4ren, um zu erreichen, dass der B\u00fcrger in die politischen Abl\u00e4ufe eingebunden wird. Die Politiker sollten sich nicht wie oft erkennbar\u00a0mit sich selbst besch\u00e4ftigen, sondern sich\u00a0auf das Wesentliche f\u00fcr die B\u00fcrger im eigenen Land konzentrieren, ohne jedoch die Staatengemeinschaft EU sowie weitere Partner zu vernachl\u00e4ssigen. Partnerschaften garantieren, dass es in Europa lange keinen Krieg mehr gegeben hat was gut so ist und das f\u00fcr jeden Einzelnen in Europa. Deswegen d\u00fcrfen unsere demokratischen Politiker nicht das Feld f\u00fcr die Populisten frei machen, sondern m\u00fcssen die Intensit\u00e4t der Aufkl\u00e4rung f\u00fcr den B\u00fcrger steigern. Politiker m\u00fcssen erkl\u00e4ren und keinen W\u00e4hler mit platten Argumenten einzufangen versuchen. So ist unbedingt davon auszugehen, dass es dem B\u00fcrger nicht unbedingt am Intellekt mangelt, sondern vielleicht nur am Verst\u00e4ndnis der Dinge. Besonders politisch Verirrte sind seitens unserer Exekutive an die Leine zu nehmen und die Toleranz des Gesetzes sollte angepasst reduziert sein. Es hat immer schon Unbelehrbare gegeben, zu jeder Zeit.<\/p>\n<p>Die Parteien der populistischen Vielversprecher m\u00fcssen beweisen, dass sie im Rahmen unserer Demokratie etwas Positives f\u00fcr unsere Gesellschaft leisten k\u00f6nnen und nicht nur ihre f\u00fcr sie lukrative Politik im Auge haben. Auch ist es so, dass es dumpfe politische Quertreiber immer wieder gegeben hat, die letztlich alles nur zum Schlechten f\u00fcr die Menschen ver\u00e4ndert haben und das war mit viel Leid verbunden. Das brauchen wir B\u00fcrger auch nicht mehr und sollte allen eine\u00a0mahnende Erinnerung sein!<\/p>\n<p>Kreative und ihrem Land gegen\u00fcber absolut loyale Politiker sind in Deutschland gefragt, die den Populisten mit realistischen Argumenten das Wasser abgraben. Au\u00dferdem sind auch die Aufkl\u00e4rer gefragt,\u00a0welche dem B\u00fcrger die Politik nahe bringen und argumentativ erkl\u00e4ren. Die B\u00fcrger m\u00fcssen verstehen, warum welche Entscheidungen getroffen werden m\u00fcssen oder getroffen wurden. Auch ist es wichtig, dass die Entscheidungen, f\u00fcr den B\u00fcrger erkennbar, nicht auf die lange Bank geschoben werden und das\u00a0immer und immer wieder. Der B\u00fcrger muss bei allen politischen Belangen stets im Vordergrund stehen und das ohne Einschr\u00e4nkung. Somit w\u00e4re eine echte B\u00fcrgern\u00e4he ganz toll und w\u00fcrde Menschen in die Politik einbinden. Die Politiker d\u00fcrfen nicht nur in ihrem angenehmen Sessel hin und her rutschen und dieses wohlig genie\u00dfen, sondern aktiv sein in ihrer Zeit als Vertreter von B\u00fcrgern des\u00a0demokratischen Deutschland. Versteht der B\u00fcrger die Politik, dann Populisten ade! Und noch etwas. Es gibt kein politisches System auf der Welt, wo es allen B\u00fcrgern gleich gut geht. Wer glaubt, das w\u00e4re in unserer globalisierten Welt m\u00f6glich, der hat tats\u00e4chlich nur naive Vorstellungen von einem Leben auf unserer Erde. Probleme unserer Zeit sind nicht auf eine einfache Art und Weise zu l\u00f6sen, leider.<\/p>\n<p>15.11.2016 &#8211; WM<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sie drehen sich ihre Politik so zurecht wie sie es gerne h\u00e4tten oder ihre Anh\u00e4nger es gerne h\u00f6ren wollen. Die Rede ist von Populisten, die in Europa zunehmend aktiv sind. 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