{"id":610,"date":"2016-08-29T10:38:31","date_gmt":"2016-08-29T08:38:31","guid":{"rendered":"http:\/\/www.blog.kaleidoskop-aha.de\/?p=610"},"modified":"2016-08-29T10:38:31","modified_gmt":"2016-08-29T08:38:31","slug":"olympische-nachlese-rio-2016-mk-34-16","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.kaleidoskop-aha.de\/?p=610","title":{"rendered":"Olympische Nachlese Rio 2016 &#8211; MK 34-16"},"content":{"rendered":"<p>Die Tage der sportlichen Wettk\u00e4mpfe bei den diesj\u00e4hrigen olympischen Spielen in Rio, der Hauptstadt Brasiliens, sind vorbei und die Sportler sind bereits wieder in ihrer Heimat angekommen. Eine prunkvolle, protzige und teure Abschlussfeier im Hauptstadion Maracana, mit Eintrittspreisen von 820 \u20ac und eine verl\u00f6schende olympische Flamme beendete die olympischen Spiele, die IOC-Pr\u00e4sident Thomas Bach mit dem Adjektiv \u201ewundervolle Spiele\u201c in seiner Schlussrede bezeichnet hat. Somit war nur den betuchten Besuchern der Zugang zur Abschlussfeier \u00fcberhaupt m\u00f6glich. Der Pr\u00e4sident des IOC setzte damit die Serie der vollendeten Superspiele, zumindest sprachlich fort, um sich damit nur nicht von seinen Vorg\u00e4ngern zu unterscheiden. Aber waren es wirklich wundervolle Spiele wie es Thomas Bach im Stadion bezeichnet hat? Wohl nicht wirklich, weil etliches im Argen war und beileibe nicht wundervoll.<\/p>\n<p>F\u00fcr die teilnehmenden Sportler waren es nat\u00fcrlich ihre olympischen Spiele, auf die sie sich vier Jahre lang vorbereitet hatten, um mit der Zielsetzung eine Medaille zu gewinnen ihre pers\u00f6nliche Bestleistungen zeigen wollten. Die Freude dieser sportlichen Teilnehmer ist kennzeichnend f\u00fcr den wahren olympischen Gedanken, den Piere de Coubertin als Begr\u00fcnder der modernen Olympischen Spiele im Jahr 1880 \u00e4u\u00dferte, als er diese wieder ins Leben rief. Den Sportlern m\u00f6chte ich ihre Freude auch nicht aberkennen, obwohl diese sicherlich durch einige Punkte betr\u00fcbt wurde.<\/p>\n<p>Wieder mal waren es keine kosteng\u00fcnstigen Spiele, weil der Kommerz alles von oben herab bestimmte. Das Kostenvolumen von mehreren Milliarden zweigte das Land Brasilien von ihrem Etat ab und h\u00e4tte sicher besser das Geld in den landesinternen Aufbau gesteckt. Der Landesbereich Rio steht vor einer Notsituation ihrer Ausgabenseite. Protzig vordergr\u00fcndig und sparsam bzw. unvollkommen an der Einrichtungen, welche die Sportler nutzen mussten. So waren die Unterk\u00fcnfte nicht wirklich optimal fertig gestellt und es gab etliche Reklamationen, die den Sportlern die gute Laune vermiest haben. Die Transfers der Sportler zu den Wettkampfst\u00e4tten war suboptimal, was auch f\u00fcr das t\u00e4gliche Essen zutraf. Nat\u00fcrlich k\u00f6nnte man jetzt sagen, es gibt immer Leute, die was zu meckern haben. Damit w\u00e4re es aber nicht treffend genug bezeichnet, weil es schlimmer war und in keinem Fall wundervoll. Organisatorische M\u00e4ngel waren un\u00fcbersehbar, wie die vergammelte Wasserqualit\u00e4t vor der K\u00fcste, dem gr\u00fcnen Wasser im Springerbecken und die \u201eschlechte\u201c Wegstrecke der Kanuten.<\/p>\n<p>Augenscheinlich schlecht besuchte Stadien, die von wenig Interesse an den Sportveranstaltungen zeugte, den Menschen einfach zu teuer waren oder ihre pers\u00f6nliche Lebenssituation dies als nicht wichtig erachtete. Vielleicht h\u00e4tte man den Brasilianern vor den olympischen Spielen sagen sollen, dass au\u00dfer ihrer eigenen Sportler auch noch andere daran teilnehmen, die ihre zu beachtenden Leistungen allen Besuchern in den Stadien zeigen wollen. Klar, zuerst ist man nat\u00fcrlich f\u00fcr die Landsleute, das ist verst\u00e4ndlich, aber es sollte auch nicht so sein, dass die ausl\u00e4ndischen Sportler diesen mangelnden Respekt deutlich zu sp\u00fcren bekamen. Deswegen ist es unsportlich, Sportler andere Nationen auszubuhen oder auszupfeifen. Das verbietet der Anstand, denn jeder Leistungssportler sollte respektiert werden. Im Nachhinein k\u00f6nnte man sagen, es gibt nicht nur brasilianische Sportler und Usain Bolt, um dann als Besucher fluchtartig danach das Stadion zu verlassen. Deutlich zu sp\u00fcren war der fehlende olympische Gedanke bei den Besuchern.<\/p>\n<p>F\u00fcr das gr\u00f6\u00dfte Problem bei der diesj\u00e4hrigen Olympiade hat IOC-Pr\u00e4sident Thomas Bach pers\u00f6nlich gesorgt. Er hat die russische Mannschaft nicht kategorisch von den Spielen ausgeschlossen, obwohl kollektives Staatsdoping nachgewiesen war. Ein Akt der nicht nur von vielen Menschen scharf kritisiert wurde, sondern auch bei den Sportlern f\u00fcr Entsetzen sorgte. Wie sollen Sportler mit Konkurrenten umgehen, die nachweislich gedopt waren und neben ihnen an den Start gehen. Leider war ein Aufb\u00e4umen der \u201esauberen\u201c Sportler nur bei den Schwimmwettk\u00e4mpfen zu sp\u00fcren. Die Sportler haben ihre Abneigung gezeigt, was wesentlich h\u00e4ufiger passieren m\u00fcsste, damit die Organisatoren aufwachen. Denn man muss es auch klar sagen, das die Organisatoren des IOC eine F\u00fcrsorgepflicht gegen\u00fcber den Sportlern haben und diese absolut nicht wahrnehmen wollen. Das widerspricht dem olympischen Gedanken, dem alle Sportler und auch die Organisationen unterliegen. Es gibt auch keine fadenscheinige Gr\u00fcnde, die in irgend einer Art und Weise die Einnahme von leistungsf\u00f6rdernden Mittel rechtfertigen k\u00f6nnte. Sportler die nachweislich gedopt waren oder sind m\u00fcssen in einem Ausschlussverfahren aus dem Leistungssport verschwinden, dass hei\u00dft, sie sind auf Lebenszeit zu sperren, allein um nicht gedopte Leistungssportler zu sch\u00fctzen. Allerdings sind die Methoden der Pr\u00fcfungen auf der gesamten Welt im Sport unzureichend, mangelhaft und funktionieren vielfach auf nationaler Ebene nicht. Es darf eben keinen Staatssport geben, der kriegs\u00e4hnlich ausgepr\u00e4gt ist und Konkurrenten bek\u00e4mpft und in der Folge davon wird gedopt ohne R\u00fccksicht auf Verluste.<\/p>\n<p>Es reicht eben nicht aus die olympischen Spiele wundervoll und protzig zu betreiben, es muss auch das sportliche Umfeld stimmen. Das IOC und insbesondere Thomas Bach hat es nicht geschafft eine Wende einzuleiten, sondern es geht weiter so, wie in den Jahren vorher schon praktiziert. Wo bleibt der olympische Gedanke des Gr\u00fcnders Piere de Coubertin und die Idee einer fairen sportlichen Auseinandersetzung von Athleten. Im Moment ist man weit davon entfernt und die Sportler selber sollten darauf hinweisen und sich nicht in einen Regelmechanismus hineinpressen lassen. Ansonsten olympischer Gedanke ade.<\/p>\n<p>29.08.2016 &#8211; WM<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Tage der sportlichen Wettk\u00e4mpfe bei den diesj\u00e4hrigen olympischen Spielen in Rio, der Hauptstadt Brasiliens, sind vorbei und die Sportler sind bereits wieder in ihrer Heimat angekommen. 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