{"id":538,"date":"2016-03-21T18:56:13","date_gmt":"2016-03-21T17:56:13","guid":{"rendered":"http:\/\/www.blog.kaleidoskop-aha.de\/?p=538"},"modified":"2016-03-21T18:56:13","modified_gmt":"2016-03-21T17:56:13","slug":"die-marsmission-exomars-der-europaeischen-raumfahrt-agentur-esa-mk-11-16","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.kaleidoskop-aha.de\/?p=538","title":{"rendered":"Die Marsmission ExoMars der Europ\u00e4ischen Raumfahrt Agentur (ESA) &#8211; MK 11-16"},"content":{"rendered":"<p>Im Fernsehen konnte man den Start einer Proton-Rakete vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan verfolgen. Der Start erfolgte am 14.03.2016 um 10:31 Uhr Ortszeit. Nun ja dachte ich, schon wieder eine Marsmission, und was sollte man auf dem Mars schon wirklich au\u00dfergew\u00f6hnlich Neues erfahren k\u00f6nnen. Und es hat doch schon insgesamt 40 Marsmissionen gegeben. Au\u00dferdem haben die Amerikaner, die Russen und die Chinesen schon Rover auf dem Mars abgesetzt. -Dennoch hat es meine Neugierde geweckt und ich habe mich \u00fcber dieses Projekt \u201eExoMars\u201c der ESA informiert. Die ESA bietet den Besuchern ihrer Webseite zu der Mars-Mission viele interessante Informationen an. So hatte die dreistufige Proton-Rakete mit dem Landemodul und dem Orbiter einschlie\u00dflich erforderlichem Treibstoff ein Startgewicht von 697 t und ben\u00f6tigt bis zum Mars 217 Tage. Es ist das bisher h\u00f6chste Startgewicht einer Rakete f\u00fcr eine Marsmission. Die Landeeinheit soll am 19. Oktober die Oberfl\u00e4che des Planeten Mars erreichen.<\/p>\n<p>Die Entwicklungen f\u00fcr diese Mission laufen schon einige Jahre und die ESA hatte zun\u00e4chst versucht, die NASA mit in diese Mission einzubinden. Aus Kostengr\u00fcnden ist eine Zusammenarbeit gescheitert. So hat sich die ESA nach neuen Partnern umgeschaut und konnte die russische Weltraumbeh\u00f6rde Roskosmos daf\u00fcr gewinnen. Nach den internen Vereinbarungen der beiden Partner hat sich Roskosmos dazu bereit erkl\u00e4rt, f\u00fcr das Projekt \u201eExoMars\u201c die Raketen f\u00fcr die beiden Projekte und eine gewisse Ausstattung f\u00fcr die Mars-Missionen zur Verf\u00fcgung zu stellen. Diese Marserkundung beinhaltet zwei Missionen und die erste Drei-Stufen-Rakete startete am 14. M\u00e4rz mit einem Landemodul und einem Raumfahrzeug, welches als Orbiter den Mars aus einer H\u00f6he von letztlich 400 km erkunden soll. Das Landemodul soll vorher vom Orbiter abgekoppelt werden, um dann mittels Bremsfallschirmen und Steuerd\u00fcsen mit einer Landegeschwindigkeit von 18 km\/Std. auf der Marsoberfl\u00e4che relativ weich aufsetzen. Dieses Landemodul ist ein Testlauf f\u00fcr die zweite Aktion dieser Mission \u201eExoMars\u201c, bei der im Jahr 2019 ein Rover auf der Marsoberfl\u00e4che abgesetzt werden soll. Der Ablauf der Landung dieses Landemoduls mit dem Namen \u201eSchiaparelli\u201c bildet die Grundlage f\u00fcr das Absetzman\u00f6ver des Rovers, der dann autonom in einem gewissen Umkreis nach der Landung die Marsoberfl\u00e4che erkunden soll.<\/p>\n<p>Nun stellt man sich die Frage, was bei dieser Mars-Mission denn anders als bei den Vorg\u00e4ngern ablaufen soll oder was es denn Neues zu entdecken gilt. Es ist die immer w\u00e4hrende Frage, gab es oder gibt es Leben auf dem Mars. Wie hat das ehemals existierende Wasser die Marsoberfl\u00e4che geochemisch ver\u00e4ndert oder gewandelt. Letztendlich die Frage mit dem vermeintlichen Leben auf dem Planeten ist, gibt es Methanvorkommen, was ein Indiz f\u00fcr Leben w\u00e4re. Allerdings k\u00f6nnte Methan auch vulkanischen Ursprungs sein. Dieses haben die Missionen vorher aber auch schon versucht zu erkunden. Also was ist anders? Die Forscher und Planer des Projekts der ESA sind davon ausgegangen, dass auf der Marsoberfl\u00e4che die intensive UV-Strahlung alles Leben zerst\u00f6rt hat. Keine noch so h\u00e4ufigen Untersuchungen von Bodenproben der unmittelbaren Oberfl\u00e4che oder aus wenigen Zentimetern Tiefe w\u00fcrden wahrscheinlich neue Erkenntnisse \u00fcber den Mars zu Tage f\u00f6rdern. So hat man sich bei den Planungen darauf konzentriert, eine Bohreinheit zu entwickeln, die um einiges tiefer bohren kann als es bei bisherigen Projekten m\u00f6glich war, um so vielleicht neue Erkenntnisse zur Bodenbeschaffenheit \u00fcber den Mars zu bekommen. Die Entwicklungen f\u00fchrten so zur Bohreinheit, mit welcher der Rover im Jahr 2019 dann die Bodenanalysen durchf\u00fchren soll. Die Spezial Bohr- und Analyseeinheit soll Tiefen bis zu zwei Metern erkunden k\u00f6nnen. Die Ingenieure haben so ein spektakul\u00e4res Bohrsystem entwickelt, welches neue Erkenntnisse \u00fcber den Marsboden aus gr\u00f6\u00dferen Tiefen als bisher erbringen soll. Und das auch bei den eventuellen Funden von Methan Klarheit \u00fcber den Ursprung erbringen k\u00f6nnte. Der \u201eTrace Gas Orbiter\u201c in einer Umlaufh\u00f6he von 400 km soll die Atmosph\u00e4re des Planeten Mars untersuchen.<\/p>\n<p>So sehr man sich auch daf\u00fcr begeistert, stehen dem eventuellen Aha-Effekt \u00fcber Bodenstrukturen der Marsoberfl\u00e4che gewaltige finanzielle Aufwendungen gegen\u00fcber, die von den Partnern dieser Missionen erst einmal zu erbringen sind. Die Finanzierung seitens ESA hat ein Kostenaufkommen von 1,3 Milliarden Euro und der Partner Roskosmos hat eine Belastung von 1,4 Milliarden Dollar zu tragen. Von den 22 Mitgliedsstaaten der ESA haben sich 13 L\u00e4nder dazu bereit erkl\u00e4rt, die Mission mit zu finanzieren. Deutschland hat einen Anteil von 86 Millionen beizusteuern. Man muss sich kritisch die Frage stellen, rechtfertigt die Mission mit den eventuell zu erwartenden Ergebnissen diese hohen Kosten? Auch ist festzustellen, dass es ein Renommierprojekt der Europ\u00e4er darstellt und in der Verantwortung der ESA und der russischen Roskosmos liegt.<\/p>\n<h1>Gefahren f\u00fcr die Raumfahrtprojekte<\/h1>\n<p>Eine Bedrohung wurde schon seit vielen Jahren immer wieder beiseite gewischt, die Missionen wie Satellitenstarts oder weiterf\u00fchrende Unternehmungen real bedroht und zwar ist es der Weltraumschrott, welcher unsere Erde in verschiedenen H\u00f6hen umkreist. Es sind Hinterlassenschaften von ehemaligen Projekten der betreibenden Staaten, die irgendwie \u201eAbfall\u201c in Form von Resten ihrer Funktionselemente produziert haben. Diese kreisenden Objekte in Umlaufbahnen haben durch ihre Gr\u00f6\u00dfe in sich ein vielf\u00e4ltiges Gefahrenpotential f\u00fcr k\u00fcnftige Raketenstarts mit Satelliten oder Missionen zum Mars. Auch die Internationale Raumstation hat schon mehrfach Ausweichman\u00f6ver fliegen m\u00fcssen. Dieser Weltraumschrott gef\u00e4hrdet somit stark Missionen oder auch beteiligte Menschen. Sollte man sich nicht als Schwerpunkt darauf konzentrieren, um Gefahren f\u00fcr k\u00fcnftige Missionen zu beseitigen? Sinnvoll w\u00e4re es sicherlich, diese Gefahr des Weltraumschrotts zu beseitigen und ein Projekt zu starten, welches zumindest schon die Methoden plant und entwickelt, die dieses leisten k\u00f6nnen. Irgendwann wird die Bedrohung immens gro\u00df und was dann?<\/p>\n<p>21.03.2016 &#8211; WM<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Fernsehen konnte man den Start einer Proton-Rakete vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan verfolgen. 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