{"id":536,"date":"2016-03-14T18:23:39","date_gmt":"2016-03-14T17:23:39","guid":{"rendered":"http:\/\/www.blog.kaleidoskop-aha.de\/?p=536"},"modified":"2016-03-14T18:23:39","modified_gmt":"2016-03-14T17:23:39","slug":"die-ezb-sorgt-fuer-null-zinsen-bei-sparern-mk-10-16","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.kaleidoskop-aha.de\/?p=536","title":{"rendered":"Die EZB sorgt f\u00fcr Null-Zinsen bei Sparern &#8211; MK 10-16"},"content":{"rendered":"<p>Schon im Dezember des vergangenen Jahres hatte Mario Draghi der Pr\u00e4sident der EZB angek\u00fcndigt, dass es eine Neuauflage des billigen Geldes wohl geben wird. Aber unter welchem Druck handelte das Gremium der Europ\u00e4ischen Zentralbank? Sicherlich, es findet keine Inflation statt wie es sich die Finanzfachleute w\u00fcnschen. Der Grund einer drohenden Deflation wird jedoch von vielen Bankern bestritten. Nat\u00fcrlich ist es auch eine Strategie der EZB bestimmte Ausl\u00f6ser f\u00fcr eine verst\u00e4rkte Konjunktur zu t\u00e4tigen. Steckt vielleicht ein St\u00fcck Panik dahinter?<\/p>\n<p>Schon seit dem Beginn der ersten Aktion des billigen Geldes im Jahr 2014 hat es kaum Wirkung gezeigt. Es sollten mehr Kredite durch die Banken vergeben werden, aber auch das hat nicht so richtig funktioniert. Und nun diese zweite Aktion. Warum sollte es dieses Mal besser funktionieren, fragen sich die Fachleute. Es ist somit schon fast als \u201eVerzweiflungsakt\u201c der EZB zu bewerten. Der Leitzins ist auf Null gesetzt, die Banken m\u00fcssen f\u00fcr das \u201eGeldparken\u201c bei der EZB Strafzinsen von 0,4 % bezahlen. Diese sollen ihr Geld gef\u00e4lligst als Kredite vergeben oder bei sich einlagern, so die Devise.<\/p>\n<p>Es findet so eine gewaltige Umverteilung von Geld statt und hilft nur den Euro-Krisenl\u00e4ndern wie z.B. Italien oder Griechenland. Auch die anderen verschuldeten Staaten in der Eurozone sparen viel Geld bei den Zinszahlungen. Die emsigen Sparer werden praktisch zwangsenteignet und bekommen nichts mehr zu ihren Einlagen bei den Banken oder Sparkassen hinzu. Das scheint Herrn Draghi vollkommen egal zu sein. Die Folgen sind schon erkennbar, weil billige neue Schulden von Staaten ohne zus\u00e4tzliche Zinsbelastungen m\u00f6glich sind.<\/p>\n<p>Die seri\u00f6sen Banken und Sparkassen w\u00e4hnen sich schon in einer Art Strafaktion und kommen in finanzielle Bedr\u00e4ngnis. Eigentlich m\u00fcssten diese Geldinstitute die Negativzinsen an die Sparer weitergeben, aber dann w\u00fcrden wahrscheinlich viele ihre Einlagen abheben und unter das Kopfkissen packen. Noch ist es jedoch noch nicht so weit. So werden die Sparer bestraft und die Schuldner belohnt. Wie lange soll es noch so weiter gehen? Die Geldinstitute, Versicherer und auch Aktienm\u00e4rkte kommen an ihre Grenzen, weil das billige Geld nur dazu f\u00fchrt, dass die Anleger ein h\u00f6heres Geldanlagerisiko eingehen, mit einer gro\u00dfen Gefahr der Finanzblasenbildung in verschiedenen Anlagebereichen.<\/p>\n<p>Diese Geldpolitik ist ein hohes Risiko f\u00fcr unseren Wohlstand und die Stabilit\u00e4t, so bewerten es Finanzfachleute. Ein Mitglied des Rates der EZB, n\u00e4mlich Bundesbankchef Weidemannn, sieht keine Deflation, sondern\u00a0nur Inflation im Euroraum. Er hat dagegen gestimmt, diese zweite Aktion zu starten. Vergleichbare Aktionen hat es schon in anderen L\u00e4ndern der Welt gegeben und zwar\u00a0ohne Erfolg, jedoch vielen negativen Folgen. Als Land sei Japan erw\u00e4hnt. Dort d\u00fcmpelt der Geldmarkt so vor sich hin. In Japan w\u00e4chst die Wirtschaft seit Jahrzehnten nicht mehr. Die Notenbank hat den Zinssatz seit den neunziger Jahren um Null gehalten. Selbst der Kauf von Staatsanleihen und Aktien war ziemlich erfolglos. Hat die EZB diesen Weg noch vor sich?<\/p>\n<p>Wie will der Chef der Europ\u00e4ischen Zentralbank weiter machen, um den Euroraum wieder auf vermeintlich gesunde F\u00fc\u00dfe zu stellen? Unendlich ist diese Geldpolitik mit Null-Zinsen nicht machbar und schadet haupts\u00e4chlich den Banken, Sparkassen und Sparern. Es ist anzuzweifeln, ob durch diese Aktion der Euro eine Abwertung erf\u00e4hrt, um die Exporte zu verbilligen. Vielleicht ist dies auch ein Ziel. Aber in Deutschland selber besteht kein Handlungsbedarf, denn hier l\u00e4uft die Konjunktur. Mit der Politik des billigen Geldes werden wirtschaftlich wohl keine strukturschwachen L\u00e4nder in Europa saniert. Es bl\u00e4hen sich lediglich die Schulden weiter auf. Die Schulden fressen die L\u00e4nder in Europa auf und so w\u00e4re eine Sanierung angebracht, wie schon l\u00e4nger von Wirtschaftsexperten angemahnt. Ob die gesunkenen Zinsen dazu beitragen k\u00f6nnen ist zweifelhaft.<\/p>\n<p>14.03.2016 &#8211; WM<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Schon im Dezember des vergangenen Jahres hatte Mario Draghi der Pr\u00e4sident der EZB angek\u00fcndigt, dass es eine Neuauflage des billigen Geldes wohl geben wird. Aber unter welchem Druck handelte das Gremium der Europ\u00e4ischen Zentralbank? 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