{"id":519,"date":"2016-02-09T11:08:50","date_gmt":"2016-02-09T10:08:50","guid":{"rendered":"http:\/\/www.blog.kaleidoskop-aha.de\/?p=519"},"modified":"2016-02-09T11:08:50","modified_gmt":"2016-02-09T10:08:50","slug":"gentechnik-total-in-england-mk-05-16","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.kaleidoskop-aha.de\/?p=519","title":{"rendered":"Gentechnik total in England &#8211; MK 05-16"},"content":{"rendered":"<p>Mit einer Freigabe der Forschung an Embryonen hat England nun ein neues Tor f\u00fcr die Wissenschaftler der Genforschung aufgesto\u00dfen. Zwar geschieht die Forschung noch unter strengen Auflagen, die den Forschungszeitraum bei der embryonalen Entwicklung auf Tage einschr\u00e4nkt. Sicherlich jubeln jetzt etliche Wissenschaftler, die sich davon eine Revolution in Sachen Genforschung versprechen. Dennoch ist es ethisch h\u00f6chst fraglich, ob damit nicht zwangsl\u00e4ufig bestehende Schranken gefallen sind, die eigentlich nicht h\u00e4tten\u00a0fallen sollten.<\/p>\n<p>Dieses Tor er\u00f6ffnet ein Terrain, welches weiter gedacht einem schon einige Schauer \u00fcber den R\u00fccken laufen lassen. Mit den gefallenen Schranken fallen auch die menschlichen Sperren. Mit Bravour st\u00fcrzen sich die Genforscher in einen Bereich, der bisher dem nat\u00fcrlichen Lauf der menschlichen Entwicklung \u00fcberlassen wurde. Darf und sollte man der Natur so einfach ins Handwerk fuschen k\u00f6nnen? Es kommen einem Zweifel auf an den Methoden, die Wissenschaftler als Revolution bezeichnen. Die Forscher sagen jedoch, dass diese &#8222;\u00fcbrig gebliebenen Embryonen&#8220; sowieso vernichtet w\u00fcrden. Zur Einpflanzung ist dieses beginnende Leben auch nicht vorgesehen, weil die Bedingungen zur Forschung an diesen \u201eObjekten\u201c so daran gekn\u00fcpft sind. Also ganz klar sind selbst Embryos eine Vorstufe der Entwicklung von Menschen und auch deswegen sch\u00fctzenswertes Leben. Kann man solche Tatsachen mit erwarteten positiven Ergebnissen, wie sie die Forscher hypothetisch begr\u00fcnden, einfach zur Seite wischen? Die Grundwerte der unantastbaren Grenzen beginnen zu verschwimmen und l\u00f6sen sich langsam auf.<\/p>\n<p>Besteht \u00fcberhaupt ein zwingender Grund diese Art Forschung betreiben zu m\u00fcssen? Darauf gibt es ein klares Nein. Den Bedarf haben die Forscher sich selbst erdacht, um sich damit vielleicht zu vermeintlichen Menschenrettern aufzuschwingen und\u00a0dann segensreich Menschen mit ihren Ergebnissen zu begl\u00fccken. Ihre Gr\u00fcnde sind zweifelhaft und soll Paaren erm\u00f6glichen, Kinder zu bekommen, wo es beim nat\u00fcrlichen Weg nicht klappt. Im Voraus sollen Krankheiten aus den bestehenden Genen von Menschen erkannt und mit einer Art Schere so einfach entfernt werden. So ist man dann wissenschaftlich nicht weit davon entfernt, auch Designerbabys auf besonderen Wunsch bereit zu stellen und den Wunsch der Eltern auf ihr besonderes Baby zu erf\u00fcllen. Niemand kann sich ausmalen, was daraus einmal entstehen k\u00f6nnte und wahrscheinlich die Wissenschaftler selber auch nicht genau, und das k\u00f6nnte vielleicht bei einigen selbst Zweifel ausl\u00f6sen. Eine Horrorvorstellung sind z\u00fcgellose Wissenschaftler, die sich abgel\u00f6st vom weltlichen ethisch kontrollierten Auftrag in einer Welt der wissenschaftlichen M\u00f6glichkeiten ergehen. Das Tor zum bioethischen Armageddon k\u00f6nnte sich so \u00f6ffnen und die weiteren Abl\u00e4ufe w\u00e4ren nicht mehr kontrollierbar. Nat\u00fcrlich bestreiten die Forscher, dass ihr gezieltes Erforschen jemals ausufern k\u00f6nnte und somit unkontrollierbar w\u00e4re, das ist ganz klar, aber sind unsere Bedenken so einfach zu zerstreuen?<\/p>\n<p>Zu sehr haben wir Normalb\u00fcrger noch die Dinge im Hinterkopf, die den Genmais und auch die Kartoffel betreffen, welche im Ergebnis weder die Landwirte noch die Verbraucher \u00fcberzeugen konnte. Auch das geklonte Schaf \u201eDolly\u201c ist uns bekannt, welches keine rosige Zukunft hatte. Und nun ist der Mensch selber dran! Brauchen wir Designerbabys und Idealmenschen? Brauchen wir Menschen, die nach den Manipulationen am Erbgut keine Krankheiten mehr kriegen sollen? Ein ganz klares Nein, es w\u00e4re katastrophal, wenn die Menschen unendlich lange Leben w\u00fcrden. Es w\u00e4re schrecklich f\u00fcr die Erde mit der jetzt schon bestehenden \u00dcberbev\u00f6lkerung und den Ungleichheiten, die zu den jetzigen schlimmen Zust\u00e4nden auf der Welt gef\u00fchrt haben. Niemals darf es quasi \u201egez\u00fcchtete\u201c Menschen, egal aus welchen Gr\u00fcnden auch immer, auf der Welt geben, die vielleicht als eine h\u00f6her gestellte Rasse ihr Dasein gegen\u00fcber den einfachen, normal gezeugten Menschen, ausleben. Nat\u00fcrlich wirken diese Vorstellungen \u00fcbertrieben und \u00fcberspitzt und auch sehr hypothetisch. Zugegeben, das ist sicher so. Wer wei\u00df es denn zuverl\u00e4ssig, ob sich dieser Irrweg nicht rein zuf\u00e4llig ergeben k\u00f6nnte?<\/p>\n<p>Zurzeit besteht \u00fcberwiegend zumindest offiziell auf der Welt kein Forschungsauftrag, der dazu beginnendes Leben verwendet, au\u00dfer neuerdings in England. Man kann sich auch beileibe nicht vorstellen, dass sich daraus Wohltaten f\u00fcr uns Menschen entwickeln k\u00f6nnten. Der Natur grunds\u00e4tzlich ins Handwerk fuschen zu wollen kann nicht des Menschen wahres und nat\u00fcrliches Bestreben sein, selbst wenn es uns die Genforscher so weismachen wollen. Es g\u00e4be durchaus andere Bet\u00e4tigungsfelder der Wissenschaftler f\u00fcr die Menschheit etwas Gutes tun zu k\u00f6nnen. Und es kostet sicher ebenfalls viel Geld, was in anderen Projekten besser angelegt w\u00e4re. Zurecht lehnen viele Menschen die Genforschung ab, obwohl es andere als den idealen Weg ohne Einschr\u00e4nkungen f\u00fcr die menschliche Entwicklung ansehen. Die Zukunft wird uns zeigen, welcher Weg der Richtige f\u00fcr uns Menschen war. Hoffentlich nicht ein Weg mit negativen \u00dcberraschungen, die nicht mehr umkehrbar sind, dieses w\u00e4re mein Wunsch.<\/p>\n<p>09.02.2016 &#8211; WM<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit einer Freigabe der Forschung an Embryonen hat England nun ein neues Tor f\u00fcr die Wissenschaftler der Genforschung aufgesto\u00dfen. Zwar geschieht die Forschung noch unter strengen Auflagen, die den Forschungszeitraum bei der embryonalen Entwicklung auf Tage einschr\u00e4nkt. 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