{"id":481,"date":"2015-11-30T17:48:58","date_gmt":"2015-11-30T16:48:58","guid":{"rendered":"http:\/\/www.blog.kaleidoskop-aha.de\/?p=481"},"modified":"2015-11-30T17:48:58","modified_gmt":"2015-11-30T16:48:58","slug":"unsere-erde-unser-klima-unsere-zukunft-mk-48-15","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.kaleidoskop-aha.de\/?p=481","title":{"rendered":"Unsere Erde, unser Klima, unsere Zukunft &#8211; MK 48-15"},"content":{"rendered":"<p>Wir Menschen haben es fast geschafft, als einzige Spezies\u00a0in der Geschichte\u00a0der Erde den eigenen Lebensraum zu zerst\u00f6ren oder zumindest in einen Zustand zu versetzen,\u00a0in dem sich\u00a0das Klima ihres Heimatplaneten bereits ver\u00e4ndert hat. Auch ist es nicht mehr auszuschlie\u00dfen, dass dieses Handeln\u00a0das Klima unumst\u00f6\u00dflich ver\u00e4ndern k\u00f6nnte und das haupts\u00e4chlich durch die Erzeugung des Treibhausgases CO2. Mit der technischen Entwicklung in den bekannten Industriel\u00e4ndern begann der Prozess der Klimabeeinflussung durch die Abgabe von Treibhausgasen, welche haupts\u00e4chlich durch die Verbrennung fossiler Energietr\u00e4ger wie Kohle, Erd\u00f6l oder Erdgas entstehen.<\/p>\n<p>Somit steht grunds\u00e4tzlich\u00a0fest, dass nat\u00fcrlich die Industriestaaten in der Hauptsache f\u00fcr diesen Aussto\u00df von klimaver\u00e4ndernden Treibhausgasen verantwortlich sind. Nach dem Scheitern der Verhandlungen im Jahr 2009, beim letzten Weltklimagipfel in Kopenhagen, hat es vier Jahre lang Vorverhandlungen der \u00fcber 195 Staaten, die daran beteiligt sind, gegeben. Bisher war es so, dass zu keinem Zeitpunkt konkrete H\u00f6chstwerte der Treibhausgase festgelegt wurden und so haben sich bis auf Kyoto 2005 stets die Planungen und Einsch\u00e4tzungen in Luft aufgel\u00f6st. Der Kyoto-Vertrag lief nun bereits im Jahr 2012 aus, alles stockte und keiner f\u00fchlte sich verantwortlich f\u00fcr die Misere bei den letzten Verhandlungen in Kopenhagen.<\/p>\n<p>Die Auswirkungen der beginnenden Klimaver\u00e4nderungen k\u00f6nnen schon viele Menschen am eigenen Leib mit erleben. Der Meeresspiegel stieg bis jetzt bereits um 20 cm, was einige Inselstaaten schon in Bedr\u00e4ngnis brachte und \u00c4ngste sch\u00fcrte. Mit den Ver\u00e4nderungen gehen au\u00dferdem St\u00fcrme, Fluten und D\u00fcrren einher. So hat sich die UN-Exekutivsekret\u00e4rin Christina Figueres dazu ge\u00e4u\u00dfert, dass die national festgelegten Mengen an CO2-Aussto\u00df den angestrebten Temperaturanstieg von 2\u00b0C nicht ausreichend begrenzen k\u00f6nnten und man bis zum Jahr\u00a02100 von einem Anstieg der durchschnittlichen Temperaturen von 2,4\u00b0C ausgeht. Damit liegt man dann schon \u00fcber dem Wert von 2\u00b0C, ein Wert, den die Klimaspezialisten f\u00fcr einen noch zu verkraftenden Maximalwert der Erw\u00e4rmung f\u00fcr unser Klima ansehen.<\/p>\n<p>Wenn man von Treibhausgasen spricht, geht es vordergr\u00fcndig erst einmal um das Kohlenstoffdioxid (CO2), welches einen hohen Anteil an den Klimaver\u00e4nderungen hat. Jedoch gibt es noch einige andere Gase, die ebenfalls die Ver\u00e4nderungen des Klimas mit verursachen. Es ist das Methan (CH4) zu nennen, welches seit 2007 kontinuierlich \u00fcber einen Wert von 1800 ppb in der Atmosph\u00e4re angestiegen ist. Wenn es auch geringe Konzentrationen sind, so ist der Anteil in unseren Luftschichten h\u00f6her als in den letzten 650000 Jahren der Erdgeschichte. Dieses Methan\u00a0ist schwerer abbaubar und deswegen auch l\u00e4nger in der Atmosph\u00e4re vorhanden. Bei den Auswirkungen des Klimawandels ist es mit 20% beteiligt. Die Viehhaltung ist haupts\u00e4chlich daf\u00fcr verantwortlich und \u00fcberall wo F\u00e4ulnisprozesse<span style=\"color: #000000;\"> ablaufen <\/span>entsteht das Gas Methan. Weiterhin problematisch in Sachen Methan wird es erst, wenn\u00a0das in\u00a0den Weltmeeren vorkommende Methanhydrat ausgast oder auch in bestimmten Regionen der Erde die B\u00f6den mit Permafrost auftauen und so Methan freisetzen. Weiterhin ist es das Distickstoffmonoxid (N2O), welches haupts\u00e4chlich durch das Ausbringen von G\u00fclle aus dem Ammoniakprozess entsteht. Dieses Gas ist mit 5-6% an den Ver\u00e4nderungen beteiligt. Der Fluorchlorkohlenwasserstoff ist uns noch als Treibgas noch bekannt und als Klimakiller mit 10% verantwortlich. Weiterhin sind es noch die Gase\u00a0Schwefelhexafluorid und Stickstofftrifluorid, welche zwar in sehr geringen Konzentrationen in der Atmosph\u00e4re vorkommen, aber einer Wirkung auf das Klima um das 22800-fache von CO2 haben.<\/p>\n<p>Weitere Beeinflussung gibt es durch Wasserdampf (60% Anteil der Ver\u00e4nderungen). Das Ozon wird nicht direkt von den Menschen erzeugt, sondern ergibt sich aus den Vorl\u00e4ufern Stickoxid, Kohlenwasserstoff und Kohlenstoffmonoxid, die durch die Verbrennung von fossilen Brennstoffen entstehen. Weiterhin im Einfluss sind Wolken, die je nach H\u00f6he, Tageszeit und Sonnenh\u00f6he sowohl heizende als auch k\u00fchlende Einfl\u00fcsse auf die Atmosph\u00e4re haben. Dann w\u00e4ren da noch die Ru\u00dfpartikel und die Aerosole. Der Ru\u00df entsteht in der Hauptsache durch die Verbrennung von Kohle und Holz. So wirken Aerosole k\u00fchlend und der Ru\u00df auf hellen Fl\u00e4chen bewirkt ein Aufheizen derselben.<\/p>\n<p>Mit der begrenzten Erw\u00e4rmung der Atmosph\u00e4re von 2\u00b0C bis zum Jahr 2030 ist es eine markante Marke f\u00fcr den Weltklimagipfel in Paris. Diese Marke zwingt die Nationen zum absoluten Handeln und zur Festlegung zwingender Werte f\u00fcr eine Begrenzung der\u00a0klimasch\u00e4dlichen Treibhausgase. Selbst die jetzt beteiligten Gro\u00dfm\u00e4chte USA und China haben die Notwendigkeit des Handelns erkannt, jedoch fehlen bis jetzt klare Ziele. Die abwehrende Haltung Chinas, dass man sich nichts national reinreden lassen w\u00fcrde, ist kennzeichnend f\u00fcr die etlichen verschleppten Klimagipfel der zur\u00fcckliegenden Jahre.<\/p>\n<p>Ziele des Klimaabkommens sind:<\/p>\n<ul>\n<li>ein Beschluss von langfristigen wirkenden Zielen mit konkreten Zahlen<\/li>\n<li>eine \u00dcberpr\u00fcfung der Auswirkungen beschlossener Ma\u00dfnahmen<\/li>\n<li>ein transparentes Regelwerk f\u00fcr eine ausgewogene wirtschaftliche Belastung der Staaten<\/li>\n<li>die finanzielle Unterst\u00fctzung der wirtschaftlich schwachen L\u00e4nder<\/li>\n<li>eine \u00fcbernommene Verantwortung der Industriestaaten<\/li>\n<li>die Bew\u00e4ltigung der schon stattgefundenen Sch\u00e4den durch den Klimawandel<\/li>\n<\/ul>\n<p>Es w\u00e4re somit vonn\u00f6ten, einen Hilfsfonds einzurichten, der eine klare Verteilung der Hilfsgelder f\u00fcr zu unterst\u00fctzende Staaten festlegt. Zahlen m\u00fcssen eindeutig die Staaten, welche die gr\u00f6\u00dften Umwelts\u00fcnder sind. Die ausgesto\u00dfenen Treibhausgase sind gravierende Zeichen f\u00fcr eine permanente Ausbeutung der Erde, die schon erhebliche Sch\u00e4den hinterlassen hat.<\/p>\n<p>Deutschland muss unbedingt seine bestehenden Ziele neu definieren, um vorbildlich voran zu gehen:<\/p>\n<ul>\n<li>eine aktualisierte Verankerung der Klimaziele ist notwendig<\/li>\n<li>die Festlegung \u00fcber den Ausstieg aus dem Nutzen des fossilen Brennstoffes Kohle<\/li>\n<li>keine Finanzierung von Kohle auf nationaler Ebene<\/li>\n<li>eine Forcierung der Nutzung erneuerbarer Energien<\/li>\n<li>einen Beitrag zur Klimapolitik der EU leisten<\/li>\n<li>die Nutzung der Sonnenenergie im eigenen Land steigern und Projekte au\u00dferhalb Deutschlands f\u00f6rdern<\/li>\n<\/ul>\n<p>Selbst bei der Umsetzung der erkl\u00e4rten Einsparziele von CO2 bis zum Jahr 2030, w\u00e4ren die Emissionen immer noch ein Drittel \u00fcber dem Niveau, um die maximale 2\u00b0-Grenze \u00fcberhaupt zu erreichen. Dennoch, so die Fachleute, gibt es eine erkennbare Trendwende im Stromsektor, der zurzeit\u00a0in der H\u00e4lfte den Strom aus sogenannten erneuerbaren Energien erzeugt. Wir brauchen auf unserer Erde eine rasante Wende in der Klimapolitik und somit einen Ausstieg aus der Nutzung fossiler Brennstoffe. Ebenso ist eine Verdichtung der Energieeffizienz notwendig. Zur gemeinsamen Verantwortlichkeit z\u00e4hlt auch die Solidarit\u00e4t mit den besonders betroffenen L\u00e4ndern.<\/p>\n<p>Der Handlungsdruck war nie so hoch wie im Moment zum Start des Weltklimagipfels am 30.11.2015 in Paris und zwingt die L\u00e4nder zur Benennung konkreter Ziele, die das Klima entlasten. Die jetzt schon erkennbaren Ver\u00e4nderungen durch das kippende Klima auf unserer Erde d\u00fcrfen sich nicht zur Klimakatastrophe ausbildet. Die jetzige Generation hat es noch in der Hand, die Bedrohung\u00a0f\u00fcr eine\u00a0sichere\u00a0Zukunft unserer Kinder und Kindeskinder abzuwenden.<\/p>\n<p>Falls keine Wende m\u00f6glich w\u00e4re, s\u00e4he es nicht gut aus f\u00fcr die Erde mit den darauf wohnenden Menschen:<\/p>\n<ul>\n<li>es entst\u00e4nden mehr D\u00fcrren, Fluten und St\u00fcrme<\/li>\n<li>die Menschen w\u00fcrden aus Regionen vertrieben<\/li>\n<li>es k\u00e4me verst\u00e4rkt zu Konflikten<\/li>\n<li>auch milit\u00e4rische Auseinandersetzungen w\u00e4ren m\u00f6glich<\/li>\n<li>Fl\u00fcchtlingsstr\u00f6me w\u00fcrden sich verst\u00e4rken<\/li>\n<li>bei der Wasserversorgung k\u00e4me es zu Problemen<\/li>\n<li>kleine Inseln w\u00fcrden im Meer versinken<\/li>\n<li>es k\u00e4me zur Vernichtung von Korallenriffen<\/li>\n<li>das Meer w\u00fcrde durch den hohen CO2-Gehalt der Atmosph\u00e4re weiter versauern<\/li>\n<li>es erg\u00e4be sich eine Beeinflussung der Sauerstoffproduktion in den Meeren, weil das pflanzliche Plankton zu Schaden kommt<\/li>\n<li>die Fischpopulationen w\u00fcrden in Mitleidenschaft gezogen und unsere Ern\u00e4hrungsversorgung betreffen<\/li>\n<li>viele Bereiche der Weltmeere h\u00e4tten einen zu geringen Sauerstoffgehalt, der das Leben der Meeresbewohner bedroht, weil sie einfach ersticken<\/li>\n<li>die mit der Klimaver\u00e4nderung einhergehende weitere Erw\u00e4rmung des Meerwassers h\u00e4tte zur Folge, dass weniger Sauerstoff gebunden werden kann, weil warmes Wasser diese Eigenschaft hat<\/li>\n<\/ul>\n<p>Dieses Schreckensszenario ist wirklich gravierend und die Fachleute warnen vor solchen Auswirkungen, die unsere Mutter Erde f\u00fcr eine lange Zeit oder f\u00fcr immer ver\u00e4ndern k\u00f6nnten und unbewohnbar machen w\u00fcrden. Man kann nur hoffen, dass sich die Teilnehmer des Weltklimagipfels in Paris \u00fcber die Brisanz ihrer Entscheidungen und Beschl\u00fcsse im Klaren sind und die richtigen Weichen f\u00fcr die Zukunft stellen. Den Teilnehmern kann man nur eine bestechende Einsicht und eine Portion Gl\u00fcck w\u00fcnschen. Erst durch die dann bestehenden Vereinbarungen zeigt sich, ob unser Vertrauen, welches wir optimistisch in diesen Weltklimagipfel setzen, ein festes Fundament hat. Falls es dieses Mal wieder nicht klappen sollte, dann kann man nur noch sagen, Menschheit ade. Jedoch die Erde wird sich irgendwann wieder alleine ohne die Verursacher der Katastrophe erholen. Das w\u00e4re \u00fcbrigens nicht das erste Mal einer Wiedergeburt auf der Erde.<\/p>\n<p>Es gibt nur eine Erde, die uns Menschen den Lebensraum bietet. Jeder kann dazu beitragen, unsere Umwelt zu sch\u00fctzen.<\/p>\n<p>Link zum PDF-Dokument: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wissen\/2015-11\/klimaschutz-klimagipfel-paris.pdf\" target=\"_blank\">Weltweiter CO2-Aussto\u00df<\/a><\/p>\n<p>30.11.2015 &#8211; WM<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir Menschen haben es fast geschafft, als einzige Spezies\u00a0in der Geschichte\u00a0der Erde den eigenen Lebensraum zu zerst\u00f6ren oder zumindest in einen Zustand zu versetzen,\u00a0in dem sich\u00a0das Klima ihres Heimatplaneten bereits ver\u00e4ndert hat. 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