{"id":329,"date":"2015-02-01T17:06:26","date_gmt":"2015-02-01T16:06:26","guid":{"rendered":"http:\/\/www.blog.kaleidoskop-aha.de\/?p=329"},"modified":"2015-02-01T17:06:26","modified_gmt":"2015-02-01T16:06:26","slug":"mein-wochenrueckblick-05-woche-2015","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.kaleidoskop-aha.de\/?p=329","title":{"rendered":"Mein Wochenr\u00fcckblick &#8211; 05. Woche 2015"},"content":{"rendered":"<h1><a href=\"http:\/\/www.blog.kaleidoskop-aha.de\/doku\/tosa\/Tosa-Projekt.pdf\"><span style=\"text-decoration: underline;\"><span style=\"color: #0066cc;\">TOSA-Projekt<\/span><\/span><\/a> \u2013 Der E-Bus ohne Oberleitung<\/h1>\n<p>Nun habe ich mit Interesse am Dienstag in der Tageszeitung eine Leserzuschrift gelesen, die mich sehr neugierig gemacht hat. Das m\u00f6chte ich ihnen nat\u00fcrlich nicht vorenthalten. Es geht dabei um die Weiterentwicklung eines Elektrobusses, der ohne eine Oberleitung seinen Dienst verrichtet. Es ist in der Entwicklung ein Pilotprojekt der Firma ABB, welches in der Stadt Genf in der Schweiz stattfindet. Das ABB-Konzept hat ein Batteriesystem, welches schnell aufladbar ist und dazu gro\u00dfe Kondensatoren f\u00fcr die Schnellladung verwendet, um keine Lastspitze f\u00fcr das Stromsystem zu erzeugen. Dieses Projekt l\u00e4uft bereits seit 2013 und ist in der praktischen Anwendung zur Zufriedenstellung aller beteiligten Partner bisher im Einsatz.<\/p>\n<p>Das Bussystem funktioniert mit einer ultraschnellen Aufladung der Batteriesysteme. An jeder dritten oder vierten Haltestation befindet sich eine Ladestation. Der Ablauf ist so, dass der Bus die Haltestelle anf\u00e4hrt und vom Bus ein lasergesteuerter Kontaktarm vollautomatisch nach oben in die Ladestation einf\u00e4hrt. Dann findet ein ultraschneller Ladeprozess statt, der in der Zeit von 15 Sek. mit 400 kW stattfindet, also w\u00e4hrend der normalen Haltezeit, in der die Fahrg\u00e4ste ein- oder aussteigen. Der Kontaktarm wird automatisch wieder einzogen und der Bus f\u00e4hrt wieder ab. Jeweils an dem Endhaltepunkt geschieht ein intensiver Ladevorgang in 3-4 Minuten und die Batterien bekommen eine vollst\u00e4ndige Aufladung. Die Energie vom Bremsen bleibt nicht ungenutzt und speist ebenfalls die Batterien. Sp\u00e4ter im Depot erh\u00e4lt der Bus dann an der Ladestation eine Grundladung und ist am anderen Tag wieder 100 %-tig startklar.<\/p>\n<p>Dieser Gelenkbus fasst 135 Passagiere und ist eine komfortable Alternative zum O-Bus. Jedoch ist dieser E-Bus, wenn ein umfangreiches Streckensystem besteht, an keine Fahrroute gebunden und k\u00f6nnte so in anderen Linien mit einer anderen Streckenf\u00fchrung zum Einsatz kommen. Der E-Bus ist mit einem kompakten Batteriesystem ausgestattet, welches eine hohe Leistungsdichte besitzt. So ist dieser E-Bus ein leistungsf\u00e4higes Bussystem mit einer absoluten Umwelttauglichkeit und er hat Null Emissionsbelastungen. Weiterhin ist dieses Bussystem l\u00e4rmarm, bedingt durch den fast lautlosen Elektroantrieb.<\/p>\n<p>Die Projektteilnehmer best\u00e4tigen, dass dieses E-Bus-System von den Kosten her mit anderen Systemen wie Diesel oder Hybrid durchaus konkurrenzf\u00e4hig ist und deswegen dauerhaft wettbewerbsf\u00e4hig mit der Aussicht, dass es sich manche Stadtv\u00e4ter \u00fcberlegen sollten, so ein System bei sich einzusetzen. Denn O-Busse sind wartungsintensiv mit der Oberleitung und auch daran gebunden. Bei Stra\u00dfenbahnen ist die Pflege des Schienennetzes sehr aufw\u00e4ndig. In jedem Fall soll man die Entwicklung im Auge behalten und verschl\u00e4ft dann auch nicht die innovative Weiterentwicklung dieser neuen Technik der E-Busse.<\/p>\n<p>Wer m\u00f6chte kann sich auf der Webseite von <a href=\"http:\/\/new.abb.com\/de\"><span style=\"text-decoration: underline;\"><span style=\"color: #0066cc;\">ABB<\/span><\/span><\/a> ein Video zum TOSA-Projekt ansehen oder den <a href=\"http:\/\/search.abb.com\/library\/download.aspx?documentid=9akk105713a6413&amp;languagecode=en&amp;documentpartid=&amp;action=launch\"><span style=\"text-decoration: underline;\"><span style=\"color: #0066cc;\">Link<\/span><\/span><\/a> anklicken.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h1>Griechenland hat gew\u00e4hlt \u2013 und nun Herr Tsipras?<\/h1>\n<p>Die Griechen haben nun am letzten Sonntag wie erwartet die Linksradikale Partei Syriza mit ihrem Spitzenmann Tsipras gew\u00e4hlt. Eine andere Entscheidung haben sich die Griechen auch nicht gew\u00fcnscht und so war das Ergebnis keine \u00dcberraschung. Die Linksradikalen haben sich auf die Fahne geschrieben gegen die Troika zu sein und nicht mehr deren Diktat zuzulassen. Insgesamt hat es schon vor der Wahl einige verbale Rundumschl\u00e4ge gegeben, die so ganz nach dem Willen vieler Griechen war und quasi einer Befreiung gleich kam.<\/p>\n<p>Nun hat Herr Tsipras mit seinen Linksradikalen nicht die absolute Mehrheit der Stimmen auf sich vereinen k\u00f6nnen und war somit auf einen Koalitionspartner angewiesen. Die Wahl der linksradikalen Syriza fiel zu aller gro\u00dfen \u00dcberraschung auf eine Partei der Extremrechten, der Unabh\u00e4ngigen Griechen, die in ihren Thesen vom marxistischen Parteiprogramm eigentlich das krasse Gegenteil der Linksradikalen darstellen. Nur bei einem Punkt herrscht gro\u00dfe Einigkeit, n\u00e4mlich gegen die Troika mit ihrem Spardiktat zu sein und auch so ziemlich gegen alles, was EU hei\u00dft und bedeutet.<\/p>\n<p>Nun ist es sicherlich auch im t\u00e4glichen Leben bei der Mehrzahl der Griechen zu einer gro\u00dfen Belastung gekommen, die bei vielen Menschen eine Grenze des M\u00f6glichen erreichte. Jedoch sollten alle Griechen, insbesondere die Politiker, nicht vergessen, dass nicht die EU f\u00fcr dieses griechische, finanzielle Desaster verantwortlich gemacht werden kann, im Gegenteil. Ihre fr\u00fcheren Parteien tragen ganz alleine die Schuld und Verantwortung und auch f\u00fcr die mangelhaften Strukturen dieses Staates in der Verwaltung. Diese waren es auch, die sich mit finanziellen Tricks in die Europ\u00e4ische Union erst einmal geschummelt haben und dann so lax ihr Staatsgesch\u00e4ft laufen lie\u00dfen. Es sind somit ca. 250 Milliarden Hilfsgelder nach Griechenland geflossen, um das griechische Staatssystem wieder flott zu machen. Nat\u00fcrlich flie\u00dfen diese Gelder nicht einfach so, sondern k\u00f6nnen nur mit bestimmten Auflagen verbunden sein, allein deswegen, damit eine Garantie der Tilgung \u00fcberhaupt besteht.<\/p>\n<p>Das provozierende Verhalten dieser Wahlsieger in Griechenland hat so ziemlich alle Staaten samt politischer Vertreter aufger\u00fcttelt und so zu viel Kopfsch\u00fctteln gef\u00fchrt. Dieses Verhalten ist als nicht diplomatisch anzusehen und deswegen auch nicht mit einer fehlenden politischen Routine zu erkl\u00e4ren. Es gibt einen Spruch, der besagt, dass man eine Kuh, die Milch gibt, nicht schlachten sollte. Das politische Theater dieser Politiker war zumindest ein verbales Schlachtfest, was die Herren sichtlich ausgekostet haben. Auch machte es schon den Eindruck, als w\u00e4re die neue Regierung sich nicht \u00fcber den Ernst der Lage Griechenlands im Klaren, aber beileibe ist es sicherlich nicht so. Die politischen Attacken waren sicher das Aush\u00e4ngeschild ihrer politischen Zuordnung. Auch der Vize-Kulturminister Nikas Xydakis polterte nur so herum und benannte es so, dass Griechenland kein Viertes Reich oder Protektorat Deutschlands sein will. Wenn nun zu unprofessionellem Verhalten auch noch ein schlechter Still der Politiker hinzu kommt, macht das alles sicherlich nicht besser. Noch einmal, kein anderer als die Griechen selber sind f\u00fcr ihre Lage verantwortlich.<\/p>\n<p>Tsipras \u00e4u\u00dferte sich zuversichtlich, andere europ\u00e4ische Regierungen f\u00fcr seine Anti-Austerit\u00e4ts-Politik gewinnen zu k\u00f6nnen. So geschehen hat es schon Auswirkungen auf den Staat Spanien, wo sich ebenfalls eine linksgerichtete Partei gro\u00dfe Hoffnungen macht, die anstehende Wahl zu gewinnen, ohne sparen zu m\u00fcssen. Die finanzpolitische Situation braucht alles andere, als populistische Politiker, die den Menschen viel versprechen und andere L\u00e4nder, in diesem Fall der EU, das finanzieren sollen. Sicherlich sollten Politiker realistisch gepr\u00e4gte Visionen haben, aber wohl keine, die versuchen, Tr\u00e4umereien in die Tat umzusetzen. Die Lage Griechenland erfordert pragmatische L\u00f6sungen und realistische Ziele, die die Politiker in die Tat umsetzen und das ist in diesem besonderen Fall nicht einfach.<\/p>\n<p>Deswegen ist ganz klar festzustellen, die Troika verlangt von Griechenland als Gegenleistung f\u00fcr die finanzielle Hilfe nur etwas, was die Griechen selber schon viel fr\u00fcher h\u00e4tten machen m\u00fcssen. Die Forderungen sind also kein Zauberwerk, sondern sollen Griechenland helfen, wieder auf die Beine zu kommen. Nach dieser durchaus wichtigen Wahl f\u00fcr Griechenland hat die neue Regierung die Chance, die wirtschaftliche Lage wieder in den Griff zu bekommen und zwar\u00a0ohne \u201eAltlastpolitiker\u201c.<\/p>\n<p>Dringende Verbesserungen der staatlichen Strukturma\u00dfnahmen, eine gerechte Steuerbelastung der B\u00fcrger, die h\u00f6here steuerliche Belastung f\u00fcr Besserverdienende, \u00fcberhaupt eine steuerliche Belastung der Oligarchen und die Korruptionsbek\u00e4mpfung m\u00fcssen im Vordergrund stehen. Au\u00dferdem ist sparen nach wie vor angesagt. Allerdings muss es Ziel die griechischen Politiker sein, auch mit Verhandlungen bei der EU, der EZB und dem IWF zu erreichen, dass die Belastung f\u00fcr die B\u00fcrger vertr\u00e4glicher\u00a0ist und es m\u00f6glich wird, dass ein F\u00f6rderprogramm f\u00fcr arbeitslose junge Menschen ihnen wieder Zukunftsaussichten bieten kann. Auch w\u00e4re es m\u00f6glich, dass schlecht Verdienende oder Arbeitslose gef\u00f6rdert und die Besserverdienenden belastet werden.<\/p>\n<p>Ein teilweiser Schuldenschnitt ist bereits schon erfolgt und ein weiterer verbessert nicht sofort die wirtschaftliche Lage der Menschen, weil sich nur die Zeitdauer der restlichen Tilgung verk\u00fcrzt. Die Troika sollte auch bereit sein, die Geldpolitik erst in zweiter Linie zu ber\u00fccksichtigen. In Griechenland k\u00f6nnten die Menschen durch leise T\u00f6ne die Hilfe anerkennen. F\u00fcr die neue griechische Regierung ist Arbeit angesagt und die sollte schon konstruktiv sein.<\/p>\n<p>01.02.2015 &#8211; WM<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>TOSA-Projekt \u2013 Der E-Bus ohne Oberleitung Nun habe ich mit Interesse am Dienstag in der Tageszeitung eine Leserzuschrift gelesen, die mich sehr neugierig gemacht hat. Das m\u00f6chte ich ihnen nat\u00fcrlich nicht vorenthalten. 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