{"id":323,"date":"2015-01-25T15:20:51","date_gmt":"2015-01-25T14:20:51","guid":{"rendered":"http:\/\/www.blog.kaleidoskop-aha.de\/?p=323"},"modified":"2015-01-25T15:20:51","modified_gmt":"2015-01-25T14:20:51","slug":"mein-wochenrueckblick-04-woche-2015","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.kaleidoskop-aha.de\/?p=323","title":{"rendered":"Mein Wochenr\u00fcckblick &#8211; 04. Woche 2015"},"content":{"rendered":"<h1>EZB \u2013 Geldregen als letzter Trumpf<\/h1>\n<p>Nachdem der EuGH seine Zustimmung zum gro\u00dfen Deal der <a href=\"http:\/\/www.ecb.europa.eu\/ecb\/html\/index.de.html\"><span style=\"text-decoration: underline;\"><span style=\"color: #0066cc;\">EZB<\/span><\/span><\/a> gegeben hat, konnte Herr <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Mario_Draghi\"><span style=\"text-decoration: underline;\"><span style=\"color: #0066cc;\">Draghi<\/span><\/span><\/a> nun seine letzte Trumpfkarte ausspielen, um der Deflation in der W\u00e4hrungsunion entgegen zu wirken. Er flutet den Euroraum mit Geld, indem er bis September 2016 jeden Monat f\u00fcr 60 Milliarden Euro Staatsanleihen und Wertpapiere der L\u00e4nder kauft. Das Ganze beginnend ab M\u00e4rz 2015 und betrifft Staatsanleihen mit einer Laufzeit von 2 bis 30 Jahre. Diese kauft die EZB den Banken ab, wobei dann das Geld in Form von Krediten an die Unternehmen flie\u00dfen kann. Wenn es die Unternehmen denn wollen?<\/p>\n<p>Das Risiko w\u00fcrde bei Staatsanleihen, die einen Anteil von 12 % haben, auf die L\u00e4nder verteilt. Nur bei den gekauften Wertpapieren besteht eine gemeinsame Risikohaftung in der W\u00e4hrungsunion. Die Bef\u00fcrworter dieser Geldflutung haben die USA und England als Vorbild im Blick, denn dort hat es funktioniert. Aber in der Eurozone befinden sich 28 Staaten mit variabler Geldpolitik der einzelnen Landesbanken. Sehr kritisch k\u00f6nnte es werden, wenn die unterst\u00fctzenden Strukturma\u00dfnahmen der einzelnen EU-L\u00e4nder, die parallel wirken m\u00fcssten, vernachl\u00e4ssigt oder wegfallen w\u00fcrden und so die Konjunktur nicht unterst\u00fctzen. Das w\u00e4re nat\u00fcrlich kontraproduktiv f\u00fcr diese Ma\u00dfnahme der EZB, so die Fachleute.<\/p>\n<p>Die EZB will somit einer beginnenden <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Deflation\"><span style=\"text-decoration: underline;\"><span style=\"color: #0066cc;\">Deflation<\/span><\/span><\/a> entgegen wirken, obwohl die Auswirkungen durch den Ankauf der Staatsanleihen von Finanzexperten als teils kritisch gesehen werden. Einige sehen nicht wirklich eine beginnende Deflation. Dabei gibt es Stimmen, die diese Ma\u00dfnahme als auf den S\u00fcden ausgerichtet ansehen, denn Deutschland braucht es nicht wirklich. Es gibt sicherlich bei den Staaten einen Impuls, jedoch vielleicht in die falsche Richtung, weil dringende Reformvorhaben stoppen k\u00f6nnten und die Staatsverschuldung nicht zur Tilgung ansteht. Die Unternehmen bekommen \u00fcber Kredite frisches Geld und k\u00f6nnen neu investieren.<\/p>\n<p>Die B\u00f6rsianer schlagen sich in aufkommender Partystimmung gegenseitig auf die Schulter, freuen sich \u00fcber den auf 10399,67 Punkte gestiegenen DAX und auf die zu erwartenden B\u00f6rsenaktivit\u00e4ten, denn die Kurse werden sicherlich steigen. Dazu fiel der Euro zum Dollar auf einen Tiefstwert von 1,1513 USD. F\u00fcr den Export-Weltmeister Deutschland bedeutet es, dass f\u00fcr K\u00e4ufer aus dem Ausland die Preise deutscher Artikel fallen werden. Umgekehrt ist dann alles aus dem Ausland teurer und ein Urlaub dort dann ebenfalls.<\/p>\n<p>Dauerhaft bleibt sicherlich der Leitzins der EZB tief, zumindest f\u00fcr die Zeit dieser Aktion, wobei er jetzt schon auf 0,05 % liegt. Es ist auch wohl so, dass die EZB nicht wirklich weitere M\u00f6glichkeiten der Stabilisierung hat und der Leitzins auch nicht auf Null gehen sollte. Die Sparer m\u00f6chten sicherlich keine \u201eStrafe\u201c f\u00fcr ihr eingelagertes Geld von Sparkonten ihrer Bank bezahlen. Letztendlich landet dann alles wieder im altbekannten Sparstrumpf.<\/p>\n<p>So warnt die Kreditwirtschaft, dass es eine ziemliche Belastung f\u00fcr die Sparer darstellt und auch f\u00fcr die Altersvorsorge. Die Verzinsung geht allgemein den Bach runter, m\u00f6chte man meinen. Denn bei der niedrigen Verzinsung gibt es ein Problem der Renditeversprechen bei Altkunden am Kapitalmarkt. Denn die Lebensversicherer stecken ihr Geld in Staatsanleihen und dabei geht es nat\u00fcrlich mit den Zinsen auch abw\u00e4rts. So sinkt dann in der Altersvorsorge bei entsprechenden Produkten die Rendite dauerhaft.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Staatsverschuldung ist das positiv, weil die Zinsen f\u00fcr aufgenommenes Geld am Kapitalmarkt sinken. Der Staat zahlt so weniger f\u00fcr die Tilgung der Schulden. Der B\u00fcrger wird dies nicht bemerken, weil er wohl nicht davon profitieren kann.<\/p>\n<p>F\u00fcr den B\u00fcrger werden Reisen teurer, wahrscheinlich auch das Tanken. Weiterhin miese Zinsen und h\u00f6here Preise f\u00fcr Artikel aus dem Ausland, das bekommt der B\u00fcrger auferlegt und muss sich damit abfinden. Man kann sich nur w\u00fcnschen, auch hoffen, dass die Ma\u00dfnahmen der EZB in Form der Geldflutung auch so greifen wie gew\u00fcnscht und sich die festgestellte Deflation nicht wirklich gravierend auf den Markt weiter auswirkt. Dann w\u00e4re die Frage an den Chef der EZB zu stellen: &#8222;Herr Draghi was nun und wie geht es jetzt weiter?&#8220;<\/p>\n<p>25.01.2015 &#8211; WM<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>EZB \u2013 Geldregen als letzter Trumpf Nachdem der EuGH seine Zustimmung zum gro\u00dfen Deal der EZB gegeben hat, konnte Herr Draghi nun seine letzte Trumpfkarte ausspielen, um der Deflation in der W\u00e4hrungsunion entgegen zu wirken. 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