{"id":254,"date":"2014-11-24T11:07:44","date_gmt":"2014-11-24T10:07:44","guid":{"rendered":"http:\/\/www.blog.kaleidoskop-aha.de\/?p=254"},"modified":"2014-11-24T11:07:44","modified_gmt":"2014-11-24T10:07:44","slug":"mein-wochenrueckblick-47-woche-2014","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.kaleidoskop-aha.de\/?p=254","title":{"rendered":"Mein Wochenr\u00fcckblick &#8211; 47. Woche 2014"},"content":{"rendered":"<h1><strong>Gorbatschow f\u00fcr den russischen Pr\u00e4sidenten Putin<\/strong><\/h1>\n<p>In diesem November j\u00e4hrte sich der Mauerfall und es sind seitdem 25 Jahre vergangen. Der Friedensnobelpreistr\u00e4ger Michael Gorbatschow war in Berlin zu den Feierlichkeiten eingeladen, denn er war der Initiator der m\u00f6glich gewordenen Wiedervereinigung der zwei deutschen Staaten. Nun hat er sich \u00f6ffentlich im Rahmen der festlichen Veranstaltungen auch zur Problematik Ukraine ge\u00e4u\u00dfert. Er hat f\u00fcr Putin vollstes Verst\u00e4ndnis und k\u00f6nnte seine Politik nur unterst\u00fctzen. Dieses sagt ein Mann, der sich in der ehemaligen UdSSR f\u00fcr Glasnost (Offenheit gegen\u00fcber der Bev\u00f6lkerung) und Perestroika (Umgestaltung des Systems) eingesetzt hat und \u00fcberhaupt erst in der Sowjetrepublik dieses m\u00f6glich machte. Ein Freiheitsgedanke f\u00fcr die Menschen und die \u00d6ffnung zum Westen. Jedoch dadurch ist auch die UdSSR mit ihren vielen Staaten zerfallen. Es ist kaum zu verstehen, dass sich Gorbatschow so in seiner Einstellung gedreht hat. Vielleicht kann er es nicht \u00fcberwinden, dass durch seine Handlungen die UdSSR zerbrochen ist? Trauert er doch der gro\u00dfen UdSSR nach?<\/p>\n<p>Nun, zu einem sp\u00e4teren Zeitpunkt sagte er, dass man die Krim Russland nicht mehr nehmen kann. Ein gest\u00f6rter Gerechtigkeitssinn? Auch sprach er von einem eingebildeten Pr\u00e4sidenten Putin, der sich wie ein Vertreter Gottes f\u00fchlt. Alles zusammen betrachtet f\u00fchrt es f\u00fcr mich zum Eindruck, dass sich Gorbatschow nicht den klaren \u00dcberblick im Politikgeschehen erhalten konnte.<\/p>\n<p>Auch Herr de Maizi\u00e8re und Herr Platzeck sind mit ihrer unverkennbaren N\u00e4he zu Putin in Kritik geraten. Man vermisst bei den beiden Politikern und Vertretern des Deutsch-Russischen Forums eine qualifizierte Objektivit\u00e4t zu den Vorg\u00e4ngen in der Ukraine. Man kann eine Annexion der Ukraine nicht dadurch neutralisieren, indem man quasi durch die Anerkennung diese v\u00f6lkerrechtlich legalisiert. Gerade jetzt ist es geboten zu den Aktionen Russlands die Kritik dazu auch in der \u00d6ffentlichkeit zu \u00e4u\u00dfern, um so die Souver\u00e4nit\u00e4t der Ukraine als eigenst\u00e4ndigen Staat anzuerkennen.<\/p>\n<p>Russland hat offensichtlich immer noch nicht den Schmerz vom Zerfall der ehemaligen Sowjetunion verwunden. Sicherlich hat sich dadurch vieles in Russland ge\u00e4ndert und zwar auch die Haltung zu den Staaten, die zur ehemaligen UdSSR geh\u00f6rten. In einigen hat sich Russland so aufgef\u00fchrt als w\u00e4ren sie noch Teile der UdSSR. Nat\u00fcrlich war es f\u00fcr Russland ein hoher Preis nur noch ein Teil einer ehemaligen Volksrepublik zu sein. Jedoch rechtfertigt es in keiner Weise die Aggressionen, die von Russland ausgehen. Denn eine zwingende Notwendigkeit sich so als strotzende Gro\u00dfmacht zu pr\u00e4sentieren gibt es nicht. Es gibt einfach keine direkte Bedrohung Russlands. Nur Russland bedroht andere Staaten und stellt dadurch selbstst\u00e4ndige Existenzen dieser Staaten infrage und untergr\u00e4bt die Freiheit der darin lebenden Menschen. Besinnt sich Russland auf die wesentlichen Punkte f\u00fcr das eigene Land und die Bed\u00fcrfnisse der Menschen oder l\u00e4uft das Land der Vergangenheit hinterher?<\/p>\n<p><strong>Gegner Gewerkschaften \u2013 EVG-GDL<\/strong><\/p>\n<p>Den Streik bei der Deutschen Bahn haben sicherlich viele hautnah erlebt, weil sie dieses Transportmittel st\u00e4ndig benutzen. Nun hat die Gewerkschaft der Lokomotivf\u00fchrer (GDL) seit dem letzten Jahr zum sechsten Mal mit einem Streik alles bei der Bahn zum Erliegen gebracht. Den Reisenden nervt es sicherlich schon. Nat\u00fcrlich muss man sich die Frage stellen, warum dieser Streik \u00fcberhaupt stattfindet. Es geht der GDL um eine Tariferh\u00f6hung und eine Verk\u00fcrzung der Wochenarbeitszeit. Das ist zu verstehen und nachvollziehbar, wenn eine Gewerkschaft die Interessen der Mitglieder vertritt. Aber wenn man genauer hinschaut geht es in erster Linie gar nicht darum. Herrn Weselsky, dem Vorsitzenden der GDL, geht es darum, auch f\u00fcr das Zugbegleitpersonal zu verhandeln, also die Mitglieder, die eigentlich von der gr\u00f6\u00dferen EVG tariflich vertreten werden. Jedoch gibt es auch Zugbegleitpersonal, welches bei der GDL organisiert ist.<\/p>\n<p>Nein, Herr Weselsky ist nicht bereit sich mit der EVG an einen Tisch zu setzen, um gemeinsam den Tarif f\u00fcr das Zugbegleitpersonal auszuhandeln. Der Chef der GDL m\u00f6chte auch seine Mitglieder vom Zugbegleitpersonal tarifieren und schert sich wenig um die Parallelgewerkschaft EVG. So wird dieser Streik zweckentfremdet ausgetragen und nur als reines Machtinstrument benutzt, damit sich die Mitglieder um die kleine GDL scharen sollen. Die Deutsche Bahn steckt in dem Dilemma, dass sie nat\u00fcrlich f\u00fcr dieselben Personengruppen im Unternehmen keine zwei Tarifvertr\u00e4ge haben will. Das Unternehmen hat die Verantwortung f\u00fcr die Arbeitnehmer und muss daf\u00fcr sorgen, dass eine Gleichbehandlung bei der Entlohnung stattfindet und so der innerliche Betriebsfrieden bewahrt bleibt. Was also tun?<\/p>\n<p>Unabh\u00e4ngig von einer sich anbahnenden Gesetzgebung durch die Arbeitsministerin\u00a0Nahles\u00a0sollte die Pflicht bestehen, dass sich die Gewerkschaften in derselben Sparte in Verhandlungen\u00a0auf eine gemeinsame Forderung einigen, um so an den Arbeitgeber heranzutreten. Dieses w\u00fcrde nat\u00fcrlich bedeuten, dass der Vorteil der GDL f\u00fcr die Zugbegleiter einen h\u00f6heren Abschluss zu erreichen hinf\u00e4llig w\u00e4re und keine neuen Mitglieder sich unbedingt bei der GDL organisieren m\u00f6chten. Das w\u00e4re Nullwachstum f\u00fcr die Gewerkschaft der Lokf\u00fchrer, au\u00dfen man h\u00e4tte gegen\u00fcber der Konkurrenzgewerkschaft andere Vorteile in der Organisation oder dem Beitrag.<\/p>\n<p>Nur, wie will man zu einer L\u00f6sung kommen, wenn die eigentlichen Forderungen noch gar nicht verhandelt wurden? Aber das Streikrecht, welches im Grundgesetz verankert ist, hat doch eine ganz andere Zielsetzung, n\u00e4mlich die Durchsetzung der Rechte und Forderungen der Arbeitnehmer. In keinem Fall k\u00f6nnen damit Konkurrenzk\u00e4mpfe oder die Forderung im Kampf um mehr Mitglieder bei den Gewerkschaften stattfinden. Diese Art Nutzung des Streikrechts kann nicht auf dem R\u00fccken der Arbeitgeber ausgefochten werden und so absurd zur Anwendung kommen. Ausl\u00f6ser war ein Urteil vom Bundesarbeitsgericht im Jahr 2010, welches die Tarifeinheit gekippt hat. Dieses best\u00e4rkt ganz klar kleine Gewerkschaften, um\u00a0eigene Tarife abzuschlie\u00dfen. Mit diesem Urteil wurde die Tarifeinheit durcheinander gewirbelt und f\u00fchrte nun wie bekannt zu etwas zweifelhaften Streiks, eben nicht nur bei der Bahn. Das Gericht hat sicher ein begr\u00fcndetes Urteil gesprochen, nur in der praktischen Umsetzung f\u00fchrt es zu h\u00f6herem volkswirtschaftlichen Schaden und zur wahren Konkurrenz von Spartengewerkschaften. Und so k\u00f6nnen die Betriebe nicht die Interessen des Unternehmens im Blick halten, und die Tarifautonomie wird zerfleddert. Das kann beileibe nicht der Sinn des garantierten Streikrechts sein! Man darf den Blick auf eine funktionierende soziale Marktwirtschaft nicht aus dem Auge verlieren, denn das w\u00e4re fatal f\u00fcr Deutschland.<\/p>\n<h1><strong>Plastikt\u00fcten in der EU<\/strong><\/h1>\n<p>Nun ja, es gab da mal die Bananenaktion, die Gurkenaktion und noch so einiges was die B\u00fcrokratie in Br\u00fcssel so verwurstelt hat. Ernsthaft betrachtet, gab es sicher einige Dinge, die nicht so streng reglementiert werden mussten. Der EU-B\u00fcrger kam sich schon von Br\u00fcssel etwas geg\u00e4ngelt vor, reagierte mit Unverst\u00e4ndnis und hat das auch bei der Wahl zum EU-Parlament zum Ausdruck gebracht. Jetzt beim aktuellen Fall geht es um Plastikt\u00fcten, die in der EU \u201everbraucht\u201c werden. Das muss sich \u00e4ndern, auch weil so viel Plastik im Meer landet, so die EU. Also erst einmal habe ich ungl\u00e4ubig geschaut und mich gefragt, landen von uns, also auch aus Deutschland Plastikt\u00fcten im Meer? Es ist sicherlich richtig und auch schlimm, dass so viel Plastik im Meer schon gelandet ist, was die Forscher auch nachgewiesen haben. Das sollte nat\u00fcrlich nicht sein. Aber kann man mit einer Einschr\u00e4nkung oder einem Verbot von Plastikt\u00fcten f\u00fcr den Einkauf \u00fcberhaupt einen Einfluss nehmen auf Plastik im Meer?<\/p>\n<p>Sicherlich k\u00f6nnte es sein, dass einmal die eine oder andere Plastikt\u00fcte in einen Fluss f\u00e4llt, der zum Meer f\u00fchrt. Aber das w\u00e4re sicherlich eine verschwindend geringe Zahl aus den EU-L\u00e4ndern, weil unser Plastikabfall in der Regel entsorgt wird und eine Reinigung unsere Abw\u00e4sser erfolgt. Also wieder mal eine Willk\u00fcrakt aus Br\u00fcssel?<\/p>\n<p>Wenn man das Ganze von einer anderen Seite aus betrachtet, ist es sinnvoll, den Verbrauch von Plastikt\u00fcten einzuschr\u00e4nken, damit es keine Verschwendung unserer Ressourcen gibt. Beim Einkauf m\u00fcssten die B\u00fcrger mehr eigene Tragetaschen mitbringen und sich nicht auf das Gesch\u00e4ft verlassen, das die Tragetaschen anbietet. Der B\u00fcrger muss auch beim Einkauf mitdenken. Das finde ich auch richtig und jede verkaufte Tragetasche w\u00e4re mindestens ein Euro als Verkaufspreis wert oder die Tragetaschen werden ganz verboten. Kostenlose Plastiktragetaschen darf es nicht mehr geben, um die Sensibilit\u00e4t des B\u00fcrgers zu sch\u00e4rfen. Es g\u00e4be au\u00dferdem einige Dinge, die konsequent zu \u00e4ndern w\u00e4ren. Zum Beispiel Einwegflaschen, Kapseln f\u00fcr Kaffeemaschinen, Kaffee to go-Becher, alles und jedes was unbedingt mit Plastik umh\u00fcllt wird. Unsere Umwelt w\u00fcrde es uns danken, denn es gibt nur eine Erde und die Ressourcen sind endlich. Die nachfolgenden Generationen wollen doch\u00a0auch noch lebenswert auf dem Planeten Erde wohnen.<\/p>\n<p>Im EU-Parlament haben schon 28 Staaten im Vorhinein zugestimmt. Nun kommt es noch zur Abstimmung eines neuen Gesetzes zur Regelung des Verkaufes und der Nutzung von Plastikt\u00fcten innerhalb der EU. Sinnvoll ist es schon, aber dadurch landet sicherlich nicht weniger Plastik im Meer!<\/p>\n<p>24.11.2014 &#8211; WM<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gorbatschow f\u00fcr den russischen Pr\u00e4sidenten Putin In diesem November j\u00e4hrte sich der Mauerfall und es sind seitdem 25 Jahre vergangen. Der Friedensnobelpreistr\u00e4ger Michael Gorbatschow war in Berlin zu den Feierlichkeiten eingeladen, denn er war der Initiator der m\u00f6glich gewordenen Wiedervereinigung &hellip; <a href=\"https:\/\/blog.kaleidoskop-aha.de\/?p=254\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[23],"tags":[],"class_list":["post-254","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-mein-wochenrueckblick"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blog.kaleidoskop-aha.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/254","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blog.kaleidoskop-aha.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blog.kaleidoskop-aha.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.kaleidoskop-aha.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.kaleidoskop-aha.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=254"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/blog.kaleidoskop-aha.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/254\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":258,"href":"https:\/\/blog.kaleidoskop-aha.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/254\/revisions\/258"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blog.kaleidoskop-aha.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=254"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.kaleidoskop-aha.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=254"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.kaleidoskop-aha.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=254"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}