Mister Präsident Trump, Sie machen die USA wieder klein! – MK 04-17

Sicher, er wurde fast demokratisch als Präsident gewählt. Er wurde jedoch nach einem unlauteren Wettbewerb der Kandidaten in einem absurden Wahlkampf gewählt. Dieser jetzige Präsident hat alle populistischen Mittel angewandt, um den Menschen mitzuteilen, dass er der alleinige Wohltäter und Kämpfer für die Minderbemittelten sei. Seine Spur an den besuchten Wahlkampforte war deutlich erkennbar, weil diese mit teils ekligem Schleim von Beleidigungen, Unwahrheiten, Halbwahrheiten und viel Populismus überzogen war. An diesem Schleim sind viele Trump-Wähler kleben geblieben. Auch heute noch, nach der Ernennung zum Präsidenten der USA, kleben viele noch an seinem Showgehabe und überzeugend lippensynchron fest.

Dieser Präsident hat das Land tief gespalten und hat sich als Egomane mit den USA auf einen Weg begeben, der entsetzlich negativ ist und alle Zeichen deuten auf Abschottung, zurück in die Vergangenheit, Missachtung von demokratischen Regeln, Stigmatisierung von Minderheiten, ekelhafte Polarisierung und eine demonstrative Abwehr der liberalen Weltordnung. Er möchte keine Partner dieser Präsident, weder in seinem Handeln oder im weltweiten Handel und stellt alles infrage. Mit der nationalistischen Abrissbirne ist er unterwegs, um alle erkämpften Werte und Errungenschaften in seinem demokratischen Land USA platt zu machen und das restlos. Dieser Weg der absoluten Missachtung sämtlicher Regel, die Menschen nun mal für ein vernünftiges Miteinander brauchen, führt Amerika in eine Sackgasse, seine Anhänger stehen am Ende dieser dunklen Sackgasse und jubeln ihm zu, ihrem genialen Präsidenten.

In seiner bisherigen Amtszeit hat er in einem überzogenen Aktionismus schon einige Dekrete unterzeichnet, die seine Wahlversprechen erfüllen sollen. Dabei findet dies in einer beispiellosen Kulisse einer Showveranstaltung mit großem TV-Aufgebot statt. Er, der maßlose Populist, will den Menschen suggerieren, seht her ich kann´s und ich mach´s auch, bin ich nicht ein toller Präsident, der Wahlversprechen einlöst! Mit seinen Aktionen hat er es geschafft, die Weltordnung aus seiner Sicht anzuzweifeln, kritisiert die NATO, kritisiert den Welthandel, will die Mauer an Mexikos Grenze bauen, betreibt mit den Firmen im Land Protektionismus und wettert gegen alles, weil die USA ja nach seiner Meinung andere Länder groß gemacht hat und sein Land deswegen zu kurz gekommen ist. Also sind alles die anderen Länder schuld und nicht die amerikanische Politik der hohen Verschuldung, wissentlichen Missachtung der Globalisierung, der verursachten Finanzkrise, der Immobilienblase und vernachlässigten Infrastruktur? Jedoch mit seinem System einer neuen Auferstehung schafft er vieles ab in Amerika, vor allen Dingen vieles von der hart erkämpften und vorbildhaften Demokratie in den USA.

Sein neustes Werk an Dekret ist ein Einreiseverbot für Menschen aus sieben muslimischen Ländern und er erreicht damit nur eins, ein vorbildliches Chaos, weil er sich über die Tragweite seines Handelns wahrscheinlich nicht wirklich bewusst war. Weiterhin diskriminiert er pauschal alle Menschen dieser Ländern und sät neues Misstrauen. Nun wurden Menschen an Flughäfen festgesetzt mit einem gültigen Visa oder einem Doppelpass. Widerspruch kam von Richtern, die dieses Dekret außer Kraft setzten und so wieder Normalität entstehen konnte. Mister Trump vergisst einen wesentlichen Punkt für die USA, dass es nämlich ein Land von Immigranten ist und Amerika sonst gar nicht hätte entstehen können. Sogar seine Vorfahren stammen aus Deutschland. Trump bedient so nur den Hass seiner Anhänger auf alles Fremde, nicht mehr.

Nein, er braucht keine Partner für seine Politik, er will sich gegenüber der restlichen Welt einfach nur abschotten. So vergisst er ganz und gar, dass die amerikanischen Konzerne existentiell von globalen Wertschöpfungsketten abhängig sind. Zurück zu den Wurzel predigt er seinen Anhängern und die politischen Speichellecker seiner absurden Politik sprechen von alternativen Fakten, wenn es schlicht um die Unwahrheit geht. Ein Studium ist nicht erforderlich, um das absurde von Lügen durchzogene Theater von Donald Trump zu durchschauen. Seine Stammpartei, die Republikaner sind irgendwie abgemeldet, dulden seine Politik oder sind einfach nur sprachlos? Sind sie auch durch die Pseudoargumente des Präsidenten an seine Wähler verstummt?

Amerika ist entzweit und immer mehr protestieren zurecht gegen diese Schmalspurpolitik des Abschottens. Mister Präsident riskiert Handelskriege und noch mehr durch seine Aktionen. Man könnte es auch so formulieren, wie man in den Wald rein ruft, so schallt es wieder heraus. Einsicht oder Lernfähigkeit scheinen ihm völlig fremd zu sein. Immer wieder betont er, dass er der Präsident aller Amerikaner sein will, jedoch davon ist er meilenweit entfernt. Wer die auch in Europa gefestigten Werte von Demokratie, Wertestreben, Respekt vor anderen missachtet und so die liberale Weltordnung infrage stellt, hat nicht den Blick für die Sackgasse seine Abschottungs- und Schmalspurpolitik. Mancher denkt vielleicht nach vielem Gepolter stellt sich auch irgendwann mal wieder Ruhe ein bei Donald Trump. Klar, man weiß nicht wie lange es dauern wird bis die USA klein genug geworden ist, dass man sie nicht mehr wirklich als Weltmacht beachtet. Vielleicht weiß es Mister Präsident Trump ja oder er kocht bereits an einem neuen Süppchen mit vielen frischen Zutaten seines Nationalismus.

Man kann gespannt sein, wie er seinen Anhängern das Ende der Sackgasse mit gestiegenen Preisen und dem erloschenen Strohfeuer bei Firmen seine Politik des schlappen Arbeitsmarktes erklären will. Aber er hat doch wohl noch bei absolut größerem Durcheinander die Möglichkeit des Zurücktretens oder auch die Möglichkeit seine dann bestehenden Schulden und Hinterlassenschaften dem nächsten Präsidenten zu vererben. Jedoch seine Amtszeit ist erst zu einem Prozent absolviert, den Rest haben wir oder besser gesagt hauptsächlich die Amerikaner noch vor sich. Seine politische Abrissbirne hat jetzt schon viel zerstört und unabsehbare Folgen für uns Europäer und den Rest der globalisierten Welt ist schon deutlich erkennbar.

Mister President, you make America small again! – Amerika muss gefestigt bei seinen erworbenen Werten bleiben. Die Wahl hat ein politisches Abbruchunternehmen gegen die Freiheit und Demokratie in Gang gesetzt. Wie kann Amerika auf den Weg eines starken Staates und verlässlichen Partners zurück finden? Und ein unerträgliches Lob aus Europa für diese populistische Abschottungspolitik lassen Zweifel entstehen für die Politiker, die sich so zu den Aktionen und Plänen des Donald Trump geäußert haben. Die Rückschlüsse auf deren Gesinnung fällt negativ aus!!! In Amerika stellt sich die Frage, ob sich die Freiheitsstatue noch in einem sicheren Land befindet oder die Gefahr besteht, dass sie zerstört wird.

30.01.2017 – WM

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